Die 10 Gebote zum Glück - „Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“

Die 10 Gebote hätten lieber die 10 ewigen Wegweiser zum Glück heißen sollen. Das Wort „Gebot“ ist nicht gut gewählt, denn die meisten Menschen lassen sich nicht gerne belehren. Sobald man jemandem etwas verbietet, hat er den Wunsch, genau das zu tun.

Die 10 Gebote werden täglich übertreten. Solange die Menschen ihre geistige Bedeutung nicht verstehen, werden sie immer gegen diese Gebote rebellieren. Die 10 Gebote sind gültige Verhaltensregeln des Judentums, Christentums und des Hinduismus.

Meist aber sagen die Heiligen Schriften nichts über ihre psychologische Bedeutung und die Nützlichkeit dieser Gebote. Die Menschen akzeptieren sie, wenn sie in der Kirche sind, glauben aber außerhalb der Kirche nicht danach handeln zu müssen, weil sie sie für unbedeutend halten. Und doch ist das Übertreten der 10 Gebote die Ursache allen Elends in der Welt.

Worin besteht nun die Nützlichkeit dieser Gebote? In der Bhagavad Gita wird gesagt, alles aufzugeben und uns nur auf Gott zu besinnen: „Versenke deinen Geist in mich, bete mich an, leg alles in meine Hände, verneige dich vor mir. Du bist mir teuer, wahrlich: ich verspreche dir, du sollst zu mir gelangen!“ (Bhagavad Gita  XVIII, 65) Dies entspricht dem ersten der 10 Gebote, die Moses offenbart wurden. (1)
(1) Wenn in der Bhagavad Gita gesagt wird „Versenke deinen Geist in mich, bete mich an, leg alles in meine Hände...“, dann ist das eine sehr religiöse Aussage und schreckt viele unreligiöse Menschen eher ab. Dafür besteht aber kein Grund. Anstatt zu sagen „Versenke deinen Geist in mich.“ könnte man nämlich genau so gut sagen „Versenke dich in tiefe Meditation.“ Diese Aussage hat überhaupt keinen religiösen Hintergrund, bedeutet im Prinzip aber dasselbe.

Bei jeder Versenkung (Konzentration) findet nämlich im Prinzip derselbe Vorgang statt, egal ob man sich auf Jesus, Krishna, Gott, die Atmung, das „Dritte Auge“, den Herzschlag oder auf irgend etwas anderes konzentriert. Wenn man die Konzentration lange genug geübt hat, sie wirklich beherrscht, dann kommt eines Tages der Punkt, an dem sich die Tore zum Paradies öffnen. Man erlebt ein Glücksgefühl, eine Seligkeit, die der religiöse Mensch als Unio Mystica, als Einssein mit Gott empfindet. Der unreligiöse Mensch dagegen wird sie als Befreiung von allen Ängsten und Leiden empfinden, unter denen er schon so lange zu leiden hatte.

Es geht bei der Versenkung (Meditation) in Wirklichkeit darum, sich von allen Ängsten und von allen psychosomatischen Erkrankungen zu befreien, die einen schon so lange gequält und Schmerzen bereitet haben. Der religiöse Mensch wählt dafür religiöse Worte, der Atheist denkt dabei vielleicht eher an sein irdisches Leid. Aber im Endeffekt finden sich beide in einem Punkt wieder, denn der Weg zur Seligkeit führt auch die Atheisten zur Religion, auch wenn sie sich heute so etwas vielleicht noch nicht vorstellen können.

Das Erfahren tiefer Zufriedenheit, die Befreiung von jahrelangem Leid, läßt auch im Atheisten das Gefühl einer tiefen Dankbarkeit erwachen. Wem wird er seine Dankbarkeit wohl erweisen? Er wird sich vielleicht sogar bei Gott für die Befreiung von seinem Leid, von dieser großen Last, bedanken. Ich kann es mir jedenfalls sehr gut vorstellen.
Das erste Gebot lautet:
„Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“
Gottverwirklichung soll das Ziel unseres Lebens sein. (Atheisten setzen an die Stelle von Gottverwirklichung die Selbstverwirklichung, die Befreiung von allem Leid. Glaubt mir, es bedeutet dasselbe. Es sind nur andere Worte.) Man kann seine irdischen Pflichten nicht erfüllen, ohne die Kraft dazu von Gott zu entleihen. Seinen täglichen Pflichten nachzukommen und „ihn“ zu vergessen (Atheisten sollten „ihn“ durch „die universelle Weisheit“ ersetzen), ist die größte Sünde.

Sünde bedeutet, in Unwissenheit gegen seine eigenen höchsten Interessen, gegen die Vernunft, zu handeln. Wie oft habt ihr nicht schon brennenden Schmerz im Herzen gefühlt und euch gefragt, warum? Es kommt dadurch, daß ihr instinktiv gewußt habt, daß euer Handeln nicht richtig war und ihr Angst vor den Folgen hattet.

In der Bhagavad Gita heißt es: „Gib alle anderen Dharmas (Pflichten) auf und denke nur noch an mich. Ich will dich von allen anderen Sünden (Leiden) befreien. Sorge dich nicht.“ (Bhagavad Gita XVIII, 66)

Sobald der Mensch damit beginnt, Bildnisse (Reichtum, Frauen, Sex, Luxus...), Namen (Titel, Berühmtheit), Ruhm (Macht, Ansehen), alles, was geringer ist als Gott, anzubeten, bezahlt er es am Ende mit Leid. „Menschen, mit ungenügendem Wissen (Menschen, die sich an Äußerlichkeiten klammern) ernten nur magere Ergebnisse. Wer die (irdischen) Götter sucht, gelangt zu ihnen. Wer mich sucht, gelangt zu mir.“ (Bhagavad Gita 7, 23)

Strahlen der Konzentration und Meditation
Mache aus der Liebe ein Fest
Entsagung ist das wirksamste Mittel, um Gott zu finden
Dein Körper ist ein Geschenk Gottes
Haben Hinduismus und Christentum dieselben Wurzeln?

Strahlen der Konzentration und Meditation (1)

1. Konzentration und Meditation sind die königlichen Pfade auf dem Wege zur Vollkommenheit.

2. Konzentriere Dich auf einen Punkt innerhalb oder außerhalb des Körpers. Behalte diese Konzentration eine Zeit lang bei. Das nennt man Konzentration.

3. Konzentration reinigt und beruhigt die lebhaften Gefühlsbewegungen, stärkt (& stoppt) den Gedankenfluß und klärt die Begriffe.

4. Meditation ist der einzige königliche Weg, um Erlösung oder „Moksha“ (Befreiung, Erleuchtung, Nirvana) zu erreichen. (1)
(1) Ich halte Autogenes Training, Zen, Beten und andere spirituelle Praktiken für gleichwertige Wege. Jeder sollte den Weg beschreiten, der ihn am meisten anspricht. Selbst der Tanz der Derwische (2), der die Tanzenden in Trance versetzen kann, entspricht einer Meditation. Bei den Schamanen sind es ebenfalls Tänze, die in einem Trance-Zustand führen. Oft benutzen Schamanen dabei aber drogenähnliche Substanzen. Dieses sollte man vermeiden.

(2) Der Ausdruck Derwisch bezeichnet vor allem in den europäischen Sprachen einen Sufi, einen Angehörigen einer muslimischen asketisch-religiösen Ordensgemeinschaft.
5. Meditation führt zum Gefühl vom Einssein. Es ist wie eine mysteriöse Leiter, die Himmel und Erde verbindet und den Suchenden zu dem Haus der Unsterblichkeit Brahman’s führt. (3)
(3) Meiner Meinung nach muß Meditation nicht unbedingt mit religiösen Vorstellungen und Anschauungen verbunden sein. Wenn jemand religiös ist und ihm seine Religion bei der Meditation hilft, dann ist das in Ordnung. Kann jemand aber nichts mit Religion anfangen, dann sollte er die religiösen Vorstellungen beiseite lassen.

Mir persönlich geht es bei der Meditation auch nicht darum, die Unsterblichkeit Brahmans oder irgendjemand anderes kennenzulernen, sondern ganz allein darum gesund zu werden und wenn ich Glück habe, vielleicht sogar irgendwann einmal Erleuchtung erleben zu dürfen.

Die Unsterblichkeit ist mir ziemlich schnuppe und der Himmel ebenfalls. Ich möchte meinen Himmel hier und heute. Alle anderen Himmel können mir gestohlen bleiben, denn ich kaufe keine Katze im Sack und den Himmel schon gar nicht.
6. Es gibt zwei Arten der Meditation: Saguna Dhyana (konkrete Meditation) und Nirguna Dhyana (abstrakte Meditation).

7. In konkreter Meditation meditiert der Yoga-Schüler auf die göttliche Gestalt Krishnas, Ramas, Sitas, Vishnus, Shivas, Gayatris oder Devis. (4)
(4) Wenn du mich fragst, ist mir die konkrete Meditation lieber. Ich mag es aber lieber noch ein wenig konkreter, denn ich halte bei der Meditation die Konzentration auf das „Dritte Auge“ (Punkt zwischen den Augenbrauen, Stirnchakra), auf die Atmung, auf die Körperschwere oder auf eines der Energiezentren (Chakren), z.B. das Nabelzentrum (Solarplexus) für sinnvoller, als sich auf eine Gottheit zu konzentrieren, wenn ich mich auch manchmal bei der Meditation auf Jesus konzentriere. Aber jedem das Seine.
In abstrakter Meditation mediert er auf das eigene Selbst (auf die Seele) oder Atman (das absolute Selbst, Gott).

8. Du machst keine Fortschritte, wenn Dein Geist ruhelos ist. (5)
(5) Man unterscheidet in der indischen Advaita-Vedanta-Philosophie zwischen dem kosmischen oder absoluten Selbst, letzteres ist Brahman (Gott), die Weltenseele, und dem individuellen Selbst des Menschen, dem Atman, der individuellen Seele. In der indischen Philosophie wird die Weltenseele, Brahman, und das individuelle Selbst, Atman, als Wesenseinheit begriffen, die das wahre Wesen der Welt repräsentieren.
9. Du solltest regelmäßig üben, möglichst zwei mal am Tag. Trägheit und andere Mächte werden Dich sonst vom „Ziel der Konzentration“ abbringen.

10. Konzentration ist der einzige Weg, um sich von dem weltlichen Elend und dem Trübsal zu befreien.

11. Konzentration oder „Dharana“ bedeutet, den Verstand auf einen einzigen Gedanken (Punkt) zu fixieren.

12. In tiefer Konzentration spürst Du weder den Körper noch Dein Umfeld. (6)
(6) Meine Erfahrung ist eine andere. Auch in tiefer Meditation habe ich meinen Körper immer sehr intensiv gespürt. Dies war immer sehr angenehm. Ich möchte es nicht missen. Aber vielleicht erleben manche Menschen es anders. Ob sie noch tiefer meditieren, als ich es kann? Mag sein, aber dies ist nicht mein Bestreben.
13. Sitze in aufrechter Haltung. Schließe Deine Augen. Stelle Dir vor, daß es überall nichts anderes gibt als Gott. (7)
(7) Mir war das Sitzen während der Meditation immer zu anstrengend, und erst recht der Lotussitz. Ich meditiere immer im Liegen. Ich bin davon überzeugt, daß es zum selben Ergebnis führt. Wer aber dazu neigt, beim Meditieren einzuschlafen, der sollte lieber im Sitzen meditieren.
Ein Punkt, der hier nicht angesprochen wurde, der aber sehr wichtig ist, ist die Tatsache, daß nur der, der in vollkommener Keuschheit lebt Erleuchtung erlangen kann.
Aus: Strahlen der Konzentration und Meditation

Strahlender Konzentration und Meditation (2)
Mache aus der Liebe ein Fest
Entsagung ist das wirksamste Mittel, um Gott zu finden
Dein Körper ist ein Geschenk Gottes
Haben Hinduismus und Christentum dieselben Wurzeln?
Mache deinen Körper zum Freund

Mache aus der Liebe ein Fest

Berühre die Menschen mehr. Wir sind voller Berührungsängste. Wenn Jemand mit dir spricht und dir zu nahe kommt, weichst du zurück. Wir schützen unser Terretorium. Wir berühren niemanden und erlauben auch anderen nicht, uns zu berühren. Wir halten uns nicht an den Händen, wir umarmen uns nicht. Wie erfreuen uns nicht aneinander. (1)
(1) Vor einigen Jahren legte jemand seinen Arm um meine Schulter. Das hat mich ungemein beeindruckt. So etwas war ich nicht gewohnt. Diese Berührung hat mich aber enorm beeindruckt. Seidem begrüße und verabschiede ich mich von manchen Leuten, indem ich sie in den Arm nehme.
Gehe zu einem Baum und berühre ihn. Berühre den Felsen. Geh zum Fluß und laß den Fluß durch deine Hände rinnen. Fühle ihn. Schwimme und spüre das Wasser so, wie der Fisch es spürt. Laß keine Gelegenheit aus, deine Sinne wiederzubeleben. Es gibt jeden Tag tausendundeine Gelegenheit. Du brauchst dir nicht extra Zeit dafür zu nehmen. Der ganze Tag ist ein Sensibilitätstraining. Nutze alle Möglichkeiten.

Wenn du duscht, nutze die Gelegenheit und spüre, wie sich das Wasser anfühlt, daß dir über die Haut rinnt. Lege dich nackt auf den Boden und spüre die Erde. Lege dich an den Strand und fühle den Sand, lausche dem Klang des Meeres. Nutze jede Gelegenheit. Nur so kannst du die Sprache der Sinne wieder lernen.

Tantra kann nur verstanden werden, wenn dein Körper lebendig ist und deine Sinne fühlen können. Befreit eure Sinne von Gewohnheiten: Gewohnheiten sind die Ursache für eure Abgestumpftheit. Sucht nach neuen Wegen. Erfindet neue Arten zu lieben. Seid nicht so ängstlich. Dem Mutigen gehört die Welt. Sonst wirst du es eines Tages bereuen, daß du nie den Mut hattest, deine Träume zu verwirklichen.

Wenn du Liebe machst, mache ein Fest daraus. Und bring jedesmal neue Kreativität in den Liebesakt. Laß dir jedesmal etwas neues einfallen. Ihr könnt tanzen, bevor ihr Liebe macht. Ihr könnt beten, bevor ihr Liebe macht. Ihr könnt durch den Wald laufen und danach Liebe machen. Ihr könnt schwimmen gehen und dann seit ihr miteinander intim. So wird jedes Liebeserlebnis ein kleines Abenteuer und die Liebe wird nicht langweilig. (2)
(2) Ich glaube, in den meisten Beziehungen ist die Liebe eine reine Pflichtübung um aufgestaute Sexualenergie zu entladen. Dabei ist der Mann meist der Aktive und die Frauen fügen sich mehr oder weniger ihrem Schicksal, obwohl sie oft gar keine Lust haben. Die Natur hat den Frauen leider oder gottseidank? nicht dieselbe Lust in die Wiege gelegt, wie dem Mann.

Nur dann, wenn die Frau verliebt ist und den Wunsch nach Kindern vorhanden ist oder in der Zeit des Eisprungs ist der Wunsch nach Zärtlichkeit bei den Frauen stärker ausgeprägt. Meistens aber spielt die Libido bei der Frau nicht solch eine große Rolle. Meist gibt sie den Wünschen des Mannes nach, weil sie weiß, daß es sonst ein Donnerwetter geben würde.

Kluge Männer warten so lange bis die Frau sich ebenfalls nach Zärtlichkeiten sehnt. Aber welcher Mann ist schon so geduldig? Ein bißchen Zurückhaltung tut auch dem Mann ganz gut, denn dann ist die Liebe viel intensiver und lustvoller. Ist es für den Mann nicht viel schöner zu erleben, wenn die Frau als wilde und leidenschaftliche Raubkatze danach verlangt, mit dem Mann intim zu sein? Dann wird die Liebe erst richtig zum Fest.
Findet neue Wege, wie ihr den anderen entdecken könnt. Nichts sollte zur Routine erstarren. Man kann sich immer etwas neues einfallen lassen. Euren Erfindungen sind keine Grenzen gesetzt. Manchmal kann schon eine kleine Veränderung eine große Abwechslung bedeuten. (3)
(3) Ihr solltet euch nicht scheuen eurem Partner eure intimsten und geheimsten Wünsche mitzuteilen. Ihr habt vielleicht Lust darauf, ihn oral zu lieben oder selber oral verwöhnt zu werden. Dann sagt es ihm oder ihr. Vielleicht mag er oder sie es ebenso gerne wie du. Oder vielleicht habt ihr andere Wünsche, die ihr gerne ausleben möchtet. Redet mit euren Partner darüber, probiert es aus, wenn es euch gefällt.
Ihr eßt sonst immer am Tisch. Geht doch einfach einmal hinaus auf den Rasen. Setzt euch dort hin und eßt dort und ihr werdet ungeheuer überrascht sein. Es ist eine völlig andere Erfahrung. Der Geruch des Rasens oder des gerade geschnittenen Grases. (4) Die Vögel die vorbeifliegen oder sich zu euch gesellen. Die frische Luft und die Sonnenstrahlen und das feuchte Gras unter dir. Das ist etwas völlig anderes, als wenn du auf einem Stuhl an einem Tisch sitzt und ißt. Es ist eine völlig andere Erfahrung, alles ist anders.
(4) Weil gerade Weihnachtszeit ist: Heute kam ich an einem Stand vorbei, an den Weihnachtsbäume verkauft wurden. Es roch so schön nach Tannenbaum. Wenn ihr die Gelegenheit habt, bleibt einfach einmal stehen und genießt den Geruch. Wenn ihr in der Stadt lebt, habt ihr vielleicht nur im Dezember die Möglichkeit diesen Geruch zu erleben.
Versuche einfach einmal nackt zu essen und du wirst überrascht sein. Es ist nur eine kleine Veränderung, nicht viel. Du sitzt nackt da, aber es ist eine völlig andere Erfahrung. Normalerweise isst du mit Messer und Gabel oder mit dem Löffel. Iß zur Abwechslung einmal mit den Händen. Das wird eine ganz andere Erfahrung für dich sein. Spüre, wie das Essen sich anfühlt, wenn du es mit den Fingern berührst. Essen schmeckt nicht nur, es fühlt sich auch an.

Entsagung ist das wirksamste Mittel, um Gott zu finden
Dein Körper ist ein Geschenk Gottes
Haben Hinduismus und Christentum dieselben Wurzeln?
Mache deinen Körper zum Freund
Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt

Entsagung ist das wirksamste Mittel, um Gott zu finden

Dieser ist ein sehr religiöser Text. Alle, die nicht religiös sind, sollten Gott einfach durch Glück, Gesundheit, Zufriedenheit, Seligkeit, Erleuchtung und ähnliche Begriffe ersetzen, denn es ist dasselbe.

Denkt einmal an die physische Begrenzung eures Körpers. Wenn ihr den Blick nach außen richtet, seht ihr Krankheit, Kummer, Angst, Unzufriedenheit, Depression, Sorgen und Schmerzen. Aber auf der anderen, der inneren Seite eures Körpers, in den feinen Zentren der geistigen Bewusstheit, befindet sich der Tröster, der in der Lage ist, euch von allem Leid zu befreien.

Wenn eure Gedanken dem Bewusstsein folgen, welches normalerweise nach außen gerichtet ist, dann erlebt ihr die Hölle. Wenn sich eure Gedanken aber in der Meditation auf ein Mantra, auf ein Gebet, auf das "Dritte Auge", auf den Solar Plexus (das Nabelzentrum), auf die Atmung, auf Jesus, Krishna oder auf Gott richten und dem Sog des inneren Bewusstseins folgen, dann erlebt ihr den wunderbarsten Himmel in euch. Darum sprach Jesus:
„Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung?“ (Matthäus 6,25)
Solange ihr euch auf den physischen Körper konzentriert, fallt ihr in die Grube des Elends. Heutzutage trachten viele Menschen danach wohlhabend zu werden. Oft aber werden sie krank, ehe sie den erworbenen Reichtum genießen können. Und viele, die Reichtum besitzen, können ihn nicht genießen, weil sie krank sind. Darum ermahnt uns Jesus, daß wir zuerst das Reich Gottes suchen müssen. (1)
(1) Als das Reich Gottes würde ich die Quelle der Glückseligkeit bezeichnen, die in uns wohnt. Viele glauben, das Reich Gottes erwartet uns nach dem Tod. Damit stimme ich nicht überein. Wir sind geboren, um hier und heute ein Leben in Glück und Zufriedenheit zu leben. Wir haben diese Glückselgkeit aber verloren, weil sich unsere Sinne stets nach außen richten. Geld, Luxus, Frauen, Sex, teures Essen, teure Reisen, teure Kleidung, stets die neuesten Autos, Handys, Computer, Fernseher, Elektrogeräte usw. Damit glauben wir Glück und Zufriedenheit zu finden.

Gleichzeitig vernachlässigen wir vollkommen unser Inneres. Wir nehmen uns nicht die Zeit zu meditieren. Statt dessen sitzen viele stundenlang vor dem Fernseher und schauen sich die unsinnigsten Dinge an und glauben, sie hätten keine Zeit zu meditieren. Ich glaube, viele Menschen sind sehr oberflächlich und unzufrieden. Aber sie machen sich keine Gedanken darüber, wie sie dies ändern könnten. Ich glaube, sie wissen nicht einmal, daß wahres Glück nur von innen kommen kann. Leider sind die meisten Menschen zu bequem, zu oberflächlich, zu gleichgültig und zu desinteressiert, dafür etwas zu tun.
Euer Bewusstsein sollte immer auf Gott gerichtet sein. (2) Deshalb sagte Jesus: „Nach solchem allen trachten die Heiden in der Welt, aber euer Vater weiß wohl, daß ihr des bedürfet. Doch trachtet nach dem Reich Gottes, so wird euch das alles zufallen.“ (Lukas 12, 30-31) (2)
(2) Ich interpretiere den Satz „Euer Bewusstsein sollte immer auf Gott gerichtet sein.“ etwas wie folgt. Ich würde sagen, wir sollten stets daran denken, die Dinge zu vermeiden, die uns unglücklich machen, weil sie uns von Gott, vom Glücklichsein entfernen. Meistens wissen wir selber sehr gut, welche Dinge dies sind. Es sind die Dinge, von denen wir abhängig sind, von denen wir glauben, wir könnten nicht ohne sie leben.

Für die Männer ist dies oft der Sex. Wenn wir uns von dieser Abhängigkeit befreien wollen, dann sollten wir die Gedanken an den Sex vertreiben und unser Bewusstsein nach innen richten. Natürlich ist der Sex eine schöne Sache. Aber er treibt uns auch sehr schnell in die Abhängigkeit. Und natürlich bereitet uns der Sex Vergnügen. Er bereitet uns aber auch sehr viel Leid. Um so mehr Sex wir haben, um so unglücklicher sind wir am Ende, weil wir uns der Energie berauben, die uns ins Nirvana bringen kann.

Die Gefahr besteht darin, daß wir vom Sex abhängig werden, daß wir permanent dem Sex hinterherlaufen und vollkommen vergessen, daß es in uns eine Quelle gibt, die uns tausendmal mehr Glück und Zufriedenheit schenken kann. Um dieses Glück zu erfahren, muß man die sexuelle Energie bewahren, um sie in höhere spirituelle Zentren zu leiten. Die meisten Männer aber sind Sklaven des Sexes. Sie laufen lieber der schnellen sexuellen Befriedigung hinterher, anstatt ihr Bewusstsein nach innen zu richten.
Ob gesund oder krank, ob stark oder schwach, sucht Gott zuerst! Wenn ihr ihn mit größter Entschlossenheit sucht, „dann wird euch das alles zufallen“ - doch nicht eher. (3)
(3) Wenn es dort heißt „Sucht Gott zuerst“ dann richtet sich dieser Satz in erster Linie an religiöse Menschen. Sie haben damit normalerweise kein Problem, weil ihr Bewusstsein stets auf Gott gerichtet ist. Ist jemand aber nicht religiös, dann möchte ich ihm empfehlen, darüber nachzudenken, wie die Texte der Bibel und anderer religiöser Schriften wohl zu verstehen sind.

Manche religiöse Texte sollte man nicht wortwörtlich nehmen, sondern versuchen, den tieferen Sinn zu verstehen, der sich oft dahinter verbirgt. Wenn man solche Texte aufmerksam liest, dann merkt man, daß in diesen Texten eine ganze Menge Weisheit und Wahrheit enthalten sind. Nur derjenige, der sich darüber keine Gedanken macht, tut diese Texte als nichtssagend, unbedeutend oder als religiösen Unsinn ab.
Um es mit kurzen und knappen Worten zu sagen, es hat schon seinen Sinn, wenn sowohl Buddha als auch Jesus den Menschen empfehlen keusch zu leben. Kirpal Singh, ein bedeutender spiritueller indischer Meister sagte einmal über die sexuelle Energie, die er Ojas nannte, und die entsteht, wenn man enthaltsam lebt:
Ojas ist die Kraft, die dabei hilft, euch ins Jenseits zu erheben; dies wird Ojas genannt. So werdet ihr verstehen, wie notwendig ein keusches Leben ist. Je mehr ihr von dieser Kraft in euch habt, desto gesünder seid ihr; selbst wenn sie über das hinausgeht, was der Körper braucht, wird sie euch helfen, ins Jenseits zu gelangen.

Ojas ist die Kraft, die euch hilft, ins Jenseits zu gelangen. Darum ist Enthaltsamkeit Leben und Sexualität der Tod. Wir gebrauchen manchmal Worte, aber kennen nicht die grundlegende Bedeutung, die sie ausdrücken. Alles, was das Maß überschreitet, wird Verderben bringen, versteht ihr? Daher heißt es: „Selig sind, die reinen Herzens sind, denn sie werden Gott schauen“; diese Kraft ist von Hilfe. Wer sich ihrer beraubt, hat eine schlechte Gesundheit, keine Denkkraft, ist zu keiner schweren Arbeit fähig und zu nichts imstande.
Wenn man einmal mit Erleuchtung begabt wurde, muß man sie von Tag zu Tag weiter entwickeln, um das heilige Licht des Himmels nicht aus reiner Nachlässigkeit in dem gewaltigen Wirrsal der Welt zu verlieren.
Dein Körper ist ein Geschenk Gottes
Haben Hinduismus und Christentum dieselben Wurzeln?
Mache deinen Körper zum Freund
Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt
Die Sexenergie muß freigesetzt werden

Dein Körper ist ein Geschenk Gottes

Das erste, was Tantra lehrt, ist, sei liebevoll zu deinem Körper, mache dir deinen Körper zu deinem Freund. Achte und respektiere deinen Körper, sorge gut für deinen Körper. Er ist ein Geschenk Gottes. Behandle ihn gut und er wird dir große Geheimnisse offenbaren. Dein Wachstum hängt davon ab, was für eine Beziehung du zu deinem Körper hast.

Das zweite, worüber Tantra spricht, sind die Sinne. Und wieder sind die Religionen gegen die Sinne. (1) Sie versuchen, die Sinne und die Sensitivität abzustumpfen. Aber die Sinne sind die Tore der Wahrnehmung, die Sinne sind die Fenster zur Wirklichkeit. Was ist dein Auge? Was sind deine Ohren? Was ist deine Nase? Fenster zur Realität, Fenster zu Gott. Wenn du richtig sehen kannst, kannst du Gott überall sehen. Also dürfen die Augen nicht zu sein, sie müssen richtig aufgemacht werden. Auch die Ohren dürfen nicht geschlossen sein, denn alle Töne sind göttlich.
(1) Warum sollten Religionen gegen die Sinne sein? Ich kann das nicht erkennen. Ich glaube, das Problem liegt woanders. Wir werden in eine Familie hineingeboren, wobei der eine mehr Glück hat, als der andere, weil er in eine Familie hineingeboren wird, die ihm mehr Freiheit, mehr Geborgenheit, mehr Entfaltungsmöglichkeiten, mehr Bildung, mehr ethische Vorbilder, vielleicht auch spirituelle Einsichten schenkt, die toleranter, liebevoller und liberaler ist, in der er sich freier entfalten kann und in der er weniger physische und psychische Gewalt erlebt. Wenn man in solch einer Familie aufwächst, dann fällt es leichter seine Sinne zu schulen.

Es hat auch wenig Sinn von einer idealen Gesellschaft zu träumen, in der die Entwicklung eines Kindes nicht durch negative äußere Faktoren beeinflusst wird. Solch eine Gesellschaft gibt es nicht. Wir müssen uns mit den Realitäten anfreunden und versuchen, das Beste daraus zu machen. Es hat wenig Sinn irgendjemand eine Schuld zuzuweisen. Das hilft uns nicht weiter, uns von unseren Leiden zu befreien. Und nebenbei gesagt leben wir heute in einer Zeit, die gar nicht so schlecht ist. Noch nie gab es so wenig Armut. Noch nie waren die Menschen so gebildet. Noch nie lebten die Menschen so gesund und noch nie hatten die Menschen so ein langes Leben wie heute.

Und wenn wir schon nach einem Schuldigen suchen, dann sollten wir bei uns selber beginnen. Wer ist denn für die Fehler verantwortlich, die wir machen? Das sind wir doch in erster Linie selber. Wir entscheiden, ob wir in Maßen essen oder ob wir maßlos sind. Wir entscheiden darüber, ob wir in Maßen Alkohol trinken oder rauchen, ob wir Drogen und Tabletten nehmen, ob wir unser Leben vernünftig oder unvernünftig gestalten und wir entscheiden darüber, wie wir es mit unserer Sexualität halten. Niemand redet uns dort rein und verleitet uns zur Unvernunft. Wir ganz allein sind für unser Leben verantwortlich. Und wenn wir leiden, dann liegt es in erster Linie daran, daß wir wider besseren Wissens handeln.
Die Vögel singen Mantras. Die Bäume lehren uns das Schweigen. Alle Töne sind Gottes Töne, auch das Schweigen ist göttlich. Wenn du also keine Sensibilität, keine Sensitivität in dir hast, wie willst du Gott dann erkennen? Und man schickt euch in die Kirche, in einen Tempel, um ihn dort zu finden, dabei ist er doch überall. (2)
(2) Wenn Gott überall ist, dann ist er doch auch in der Kirche. Warum sollten wir deshalb nicht in eine Kirche oder in einen Tempel gehen, um ihm nah' zu sein, um mit ihm zu reden oder mit ihm zu schweigen? Ich gehe gerne ab und zu in die Kirche. Manchmal mit einer kleinen Bitte, manchmal mit einem Dank, manchmal einfach nur so und machmal, weil ich das Gefühl habe, ihm dort nahe zu sein. In der Kirche kann man den Alltag einfach einmal für einen Moment draußen lassen und sich ganz auf Gott konzentrieren. Außerdem mag ich, obwohl ich ein religiöser Agnostiker bin, die vielen Kerzen, die dort immer brennen.
Tantra lehrt also, daß die Sinne die Tore der Wahrnehmung sind. Wir haben unsere Sinne aber abgestumpft. Diese Dummheit müßt ihr aufgeben, eure Sinne müssen gereinigt werden. Eure Sinne sind wie ein Spiegel, der matt geworden ist, weil sich so viel Staub auf ihm angesammelt hat. Der Staub muss weggewischt werden. Tantra sagt: Koste Gott in jedem Geschmack. Tantra sagt: gehe total in deine Berührung ein, denn was immer du berührst ist göttlich. Berühre, rieche, schmecke, schaue und höre so total wie möglich. Ihr werdet diese Sprache erst wieder lernen müssen, denn ihr habt sie vergessen.

Jedes Kind wird mit wunderbaren Sinnen geboren. Beobachtet einmal ein Kind. Wenn es mit seinen Spielsachen spielt, geht es völlig darin auf. Wenn es schaut, wird es ganz Auge. Wenn es hört, wird es ganz Ohr. Wenn es isst, ist es mit allen Sinnen dabei. Und mit welchem Genuß! Mit was für einer Energie! Mit welcher Lust! Seht euch ein Kind an, wenn es im Garten hinter einem Schmetterling hinterherläuft. Es geht ganz darin auf, selbst Gott könnte es nicht ablenken. So ein totaler, meditativer Zustand. Seht euch ein Kind an, das Muscheln am Strand sucht, als ob es Diamanten wären.. Alles ist kostbar, wenn die Sinne lebendig sind.

Später im Leben wird dasselbe Kind die Wirklichkeit so wahrnehmen, als wäre sie hinter einer abgedunkelten Scheibe verborgen. Du betrachtest einen Baum und der Baum sieht glanzlos aus. Du hörst ein Lied und es spricht dich nicht an. Als Kind hast du zu demselben Lied voller Freude getanzt. Selbst wenn du ein Lied von Saraha (indischer Tantrameister) hörst, gefällt es dir nicht, weil deine Intelligenz abgestumpft ist. Versuche deine vergessene Sprache zurückzugewinnen.

Wenn du ißt, iß nicht einfach nur schnell und hastig, sondern versuche die vergessene Sprache des Schmeckens wieder zu erlernen. Berühre das Brot, fühle seine Struktur. Fühle es mit offenen Augen, fühle es mit geschlossenen Augen. Wenn du kaust, kaue wirklich, denn du kaust Gott. Vergiß das nicht. Es wäre respektlos nicht richtig zu kauen, nicht richtig zu schmecken. Laß es ein Gebet sein und ein neues Bewußtsein wird in dir aufsteigen. Du wirst in die Geheimnisse des Tantra eingeweiht werden.

Haben Hinduismus und Christentum dieselben Wurzeln?
Mache deinen Körper zum Freund
Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt
Die Sexenergie muß freigesetzt werden
Die Zauberkraft wahrer Liebe

Haben Hinduismus und Christentum dieselben Wurzeln?

Die Ideale Christi sind dieselben, die auch in den heiligen Schriften Indiens enthalten sind. Seine Gebote gleichen der höchsten vedischen (1) Lehre, die lange vor Christi Geburt bestand. Das nimmt Christus nichts von seiner Größe, es beweist nur, daß die Wahrheit ewig ist. Im 1. Buch Mose finden wir eine Parallele zur älteren hinduistischen Entstehungsgeschichte der Welt. Die 10 Gebote Moses, viele der biblischen Legenden, Gestalten und Riten, das Wesentliche der christlichen Lehre, sie alle sind bereits in der älteren vedischen Literatur Indiens zu finden. Die Lehre Christi im Neuen Testament und die Lehre Krishnas in der Bhagavad Gita (Hinduismus) sind identisch. (2)
(1) Veda („Wissen“) ist eine zunächst mündlich überlieferte, später schriftlich fixierte Sammlung religiöser Texte im Hinduismus. Viele hinduistische Strömungen orientieren sich an den Veden. Den Kern des Veda bilden die Texte der Shruti, das sind von Rishis (Weisen) „gehörte“ zeitlos geltende göttliche Offenbarungen.

(2) Die Bhagavad Gita (Sanskrit, für „der Gesang des Erhabenen“), verkürzt auch nur Gita, ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus. Sie hat die Form eines spirituellen Gedichts. Der vermutlich zwischen dem fünften und dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert entstandene Text ist eine Zusammenführung mehrerer verschiedener Denkschulen des damaligen Indien auf Grundlage der Veden, der Upanishaden (Sammlung philosophischer Schriften), des orthodoxen Brahmanismus (hinduistischen Priestertums), des Yoga und andere mehr, steht aber den Upanishaden gedanklich am nächsten.
Die Ähnlichkeit zwischen der Lehre Christi un der Lehre des Yoga-Vedanta bestätigt die bekanntlich in Indien existierenden Aufzeichnungen, denen zufolge Jesus fünfzehn von den achtzehn Jahren seines Lebens, über die im Neuen Testament nichts berichtet wird, in Indien lebte und dort seine Schulung empfing, und zwar von seinem 12. bis zum 30. Lebensjahr. (3)
(3) Ob Jesus wirklich in Indien lebte, kann ich nicht sagen. Ich halte es aber für sehr wahrscheinlich, daß Jesus durch die indische Philosophie beeinflusst wurde. Ich habe sogar den Eindruck, daß das Christentum in manchen Punkten eher des Hinduismus gleicht, als dem Judentum. Zum Beispiel spielt die Keuschheit, die Jesus allen Menschen empfahl (4), im Judentum kaum eine Rolle, im Hinduismus dagegen eine sehr große. Durch den Handelsaustausch zwischen Indien und dem Nahen Osten kam selbstverständlich auch das Wissen der Veden in den Nahen Osten. Es ist also durchaus möglich, daß Jesus von den Veden beeinflusst wurde, obwohl es im frühen Judentum auch vereinzelte Eremiten gab, die das Zölibat praktizierten.

(4) Hier nun einige Bibelverse, die direkt oder indirekt zur Keuschheit aufrufen und zwar nicht nur für Priester und Mönche, sondern Jesus ruft im Prinzip alle Menschen auf keusch zu leben. Paulus schreibt in 1 Kor 7, 1-7: „Es ist gut für den Mann, keine Frau zu berühren.“ Aber er weiß natürlich auch um die Schwäche der Menschen und fügt hinzu: „Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin, aber jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so.“ Das merkwürdige ist allerdings, daß kaum ein Christ von den Bibelstellen des Neuen Testament Kenntnis hat, die allen Christen, die keine Kinder zeugen wollen, zur Keuschheit aufrufen.

Matthäus 19,12 * Gal. 5, 13-26 * Epheser 5,1-14 * 1 Kor 6, 12-20 * Kolosser 3, 5 * 1 Thessalonicher 4,3-8 * Römer 14,4-5 * 1.Korinther 7,1 * 1.Korinther 7,7-9 * 1.Korinther 7,25-38 * 1 Korinther 7,29 * Kolosser 3,1-2 * Lukas 14,20 * Offenbarungen des Johannes 14,3-5 * 1 Johannes 2,15-17 * Römer 13,13–14 * Römer 13,13-14 * Lukas 14, 25-33 * Lk 18,28-30 * Hebräer 13,4 * 1. Timotheus 5,6 * Römer 13, 11-14 * 1. Joh 2,15-17 * Gal 6,8 * 1. Korinther 9,11 * 2 Petrus 2,9-19 * Jakobus 1,13-15
Jesus reiste nach Indien, um den Besuch der drei Weisen aus dem Morgenland zu erwidern, die kurz nach seiner Geburt gekommen waren, um ihn anzubeten. (5) Sie wurden durch das göttliche Licht zum Christuskind geführt, nicht durch ein irdisches Licht, sondern durch den Stern des allgegenwärtigen geistigen Auges.
(5) „Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland (6) nach Jerusalem und sprachen: „Wo ist der neu geborene König der Juden. Wir haben einen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.“ (Matthäus 2, 1-2)

(6) Mit Morgenland (oder Orient) werden jene Erdteile bezeichnet, die von Europa betrachtet im (Süd-)Osten und damit in Richtung der aufgehenden Sonne liegen. Gemeint ist speziell der Nahe Osten, obwohl ältere Definitionen auch den Fernen Osten einschließen. Der Gegensatz ist das Abendland.
Das geistige Auge wird in den heiligen Schriften Indiens erwähnt und auch Jesus erwähnte es: „Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfältig (7), so wird dein ganzer Leib licht sein.“ (8)
(7) Mit „einfältig“ ist „einpunktig“ gemeint. Hiermit ist gemeint, daß die Konzentration sich wie bei der indischen Meditation und auch beim christlichen Gebet nicht mehr umherschweift, mal hier und mal dort ist, sondern daß sie sich auf einen Punkt konzentriert. Dies kann die Atmung sein, der Herzschlag, das „Dritte Auge“, ein Mantra, die Konzentration auf eine Kerze, auf ein Heiligenbild, auf einen Heiligen selber, auf einen der Götter oder wie beim Gebet auf Jesus, Shiva, Krishna, Brahma oder Gott.

(8) Matthäus 6,22: Leider lautet die revidierte Bibelfassung jetzt: „Wenn dein Auge lauter ist“, anstatt wie früher „Wenn dein Auge einfältig ist“. Dadurch wird der ursprüngliche Sinn verfälscht. Es ist vom einfältigen geistigen Auge die Rede, nicht von den beiden physischen Augen. (9)

(9) Jedem, der es versteht sich in tiefe Meditation (und in ein tiefes Gebet) zu versetzen, ist das sogenannte einfältige oder „Dritte Auge“ bestens bekannt. Man spürt es als ein angenehmes Kitzeln zwischen den beiden Augenbrauen. Meditierende, die die Meditation perfekt beherrschen spüren dieses Kitzeln (Prickeln) auf der Stirn immer. Dieses Kitzeln des Stirnchakras ist wahrscheinlich auf die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) zurückzuführen, die die Hormone Vasopressin und Pituitrin ausschüttet.

Das Stirnchakra steht für Kommunikation mit der Seele, Intuition, Kreativität, Inspiration, Visionen, Phantasie und übersinnliche Wahrnehmungen. Während der unbewusste Geist hin und her wandert, verankert sich der erwachte Geist in der transzendenten Präsenz des Stirnchakras. Sind alle Chakren geöffnet, dann vollendet sich die Entwicklung und der Mensch öffnet sich endgültig dem göttlichen Bewusstsein und den höheren Dimensionen. Durch das Stirnchakra empfangen wir die Führung der Seele durch die Intuition, es wird deshalb auch als „Tor zur Seele“ bezeichnet... weiterlesen
Mache deinen Körper zum Freund
Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt
Die Sexenergie muß freigesetzt werden
Die Zauberkraft wahrer Liebe
Dein Körper ist dein Tempel

Mache deinen Körper zum Freund

Wenn ihr dem Strom der Körperelektrizität erlaubt, von den Fußspitzen bis zum Kopf zu fließen, wenn ihr der Energie, der Bioenergie, totale Freiheit laßt, dann werdet ihr zu einem Fluß und spürt den Körper überhaupt nicht mehr. Keine Spannungen, keine Schmerzen, es stellt sich eine angenehme Leichtigkeit ein. Ihr werdet euch beinahe körperlos fühlen. Wenn ihr nicht mit dem Körper kämpft, dann werdet ihr körperlos. Wenn ihr gegen den Körper kämpft, dann wird der Körper zur Last. Und wenn ihr den Körper wie eine Last mit euch herumschleppt, werdet ihr niemals zu Gott gelangen.

Es wird dir nicht leicht fallen, deinen Körper zu akzeptieren. Du verurteilst ihn, findest immer etwas daran auszusetzen. (1) Du achtest ihn nicht, liebst ihn nicht, aber dann erwartest du ein Wunder: daß einer kommt und deinen Körper liebt. Wenn du selbst ihn nicht lieben kannst, wie willst du dann jemanden finden, der deinen Körper liebt? Wenn du selbst ihn nicht lieben kannst, wird niemand deinen Körper lieben, denn deine Ausstrahlung wird die Leute abstoßen.
(1) Wenn die Leute etwas an ihrem Körper auszusetzen haben, dann haben sie dafür meist einen Grund. Jemand der nicht darauf achtet, beim Essen Maß zu halten, muß sich nicht wundern, wenn die Figur langsam immer unansehnlicher wird und er selber seinen Körper nicht mehr mag. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen unter Übergewicht leiden. Was aber noch erstaunlicher ist, ist, daß es ihnen scheinbar egal ist. Jedenfalls scheinen die meisten nichts gegen ihr Übergewicht zu unternehmen.

Vor einiger Zeit sah ich im Fernsehen eine Sendung, in der gesagt wurde, daß viele Menschen deshalb zum Übergewicht neigen, weil sie zu viel Stress im Leben haben. Dieser Stress kostet Energie und diese verbrauchte Energie führt man dem Körper über das Essen wieder zu. Wer viel Stress hat, der neigt dazu, viel zu Essen. Anstatt irgendwelche Diäten zu machen, sollte man vielleicht einmal darüber nachdenken, wie man den Stress reduzieren kann.

Mir scheint, eine typische Frage, die besonders Frauen sehr oft bewegt, ist die Frage, bin ich hübsch genug? Man hat die Frauen so erzogen, daß sie sich in erster Linie um ihr Äußeres kümmern. Sie kaufen Modezeitschriften, Make Up, Lippenstifte, Schminke. Sie müssen dreißig paar Schuhe oder noch mehr im Schrank stehen haben. Sie wollen immer die tollsten Kleider tragen, gehen zum Frisör und lassen sich am Ende noch die Brüste vergrößern, nur weil ihr Göttergatte einen Busenfetisch hat.

Wo bleibt das Selbstbewusstsein? Jede selbstbewußte Frau würde solch einen Mann zum Teufel jagen. Es gibt tausend andere Männer, die sie so lieben, wie sie ist und die ihren kleinen Busen ganz süß finden. Aber so viele Frauen legen sich unters Messer und lassen diese gefährliche Operation über sich ergehen. Mädels, in den meisten Fällen sind solche Schönheitsoperationen vollkommen überflüssig. Laß dich nicht auf dein Äußeres reduzieren, tue etwas für deine Bildung, sonst bist du vielleicht hübsch, aber furchtbar langweilig.
Man kann nur jemanden lieben, der sich selbst liebt. Anders geht es nicht. Zuerst mußt du dich selbst lieben. Erst aus dieser Mitte heraus können sich andere Formen der Liebe entfalten. Du aber liebst deinen Körper nicht. Du versteckst ihn ständig auf tausendundeine Art. Du versteckst dein Gesicht hinter Schmincke. Du versteckst den Geruch deines Körpers hinter Parfüm. Du versteckst deinen Körper in Kleidern, die deine Figur vertuschen sollen und ersetzt deine natürliche Schönheit durch Schmuck.

Damit versuchst du eine gewisse Schönheit herzustellen, die dir ständig zu fehlen scheint, die dir abhanden gekommen ist. Und genau durch dieses Bemühen wirst du künstlich. Nun, man stelle sich eine Frau vor, die ihre Lippen bemalt. Es wirkt oft nicht sehr unnatürlich. Lippen sollten aus Lebensfülle rot sein. Sie sollten nicht bemalt sein. Lippen sollten aus Liebe lebendig sein, weil du lebendig bist. Ihr malt euch die Lippen an und glaubt, daß ihr euch damit verschönert. Oder wollt ihr etwas verstecken, vertuschen? Einen natürlichen Mund zu küssen ist außerdem viel schöner.

Habt ihr schon einmal einen häßlichen Vogel gesehen? Habt ihr schon einmal ein häßliches Reh gesehen? (2) Das gibt es einfach nicht. Sie gehen in keinen Schönheitssalon, in keine Wellnessoase, fragen keinen Stilberater und tragen kein Haute Couture (teure Mode). Sie akzeptieren sich so wie sie sind. Sie machen sich überhaupt keine Gedanken um ihr Äußeres. Gerade in diesem Akzeptieren lassen sie Schönheit über sich regnen, denn wirkliche Schönheit kommt von innen. Alles andere ist künstlich, Täuschung, Schein, Selbstbetrug.
(2) Die einzigen häßlichen Tiere, die mir spontan einfallen, sind die dicken und vollgefressenen Kötter, die sich vor Übergewicht kaum die Treppe hinaufbewegen können. Dafür können die Hunde natürlich nichts, sondern ihre unverantwortlichen Halter. Bei diesen Hunden zeigt sich dasselbe Problem, welches manche molligen und unvernünftigen Menschen haben, die nicht in den Spiegel schauen mögen, sich nicht auf die Waage stellen mögen und die sich am Ende selber nicht mögen.
Sobald ihr euch akzeptiert, werdet ihr schön. Wenn ihr euch an eurem eigenen Körper erfreut, werdet ihr auch andere mit ihm erfreuen. Viele Leute werden sich in euch verlieben, denn ihr seid selbst in euch verliebt.

Aber so, wie ihr jetzt seid, seid ihr wütend auf euch. Diese Vorstellung wird die anderen abschrecken. Diese Vortstellung wird ihnen nicht helfen, sich in euch zu verlieben. Selbst wenn sie sich dir nähern sollten. Sobald sie deine Ausstrahlung spüren, werden sie sich abwenden.

Es ist nicht nötig, irgendjemandem nachzurennen. Dieses Hinterherlaufen kommt daher, daß wir nicht in uns selbst verliebt sind. Sonst kämen die Leute nämlich von selbst. Es wird ihnen geradezu unmöglich sein, sich nicht in dich zu verlieben, wenn du selbst in dich verliebt bist.

Warum kamen so viele Menschen zu Buddha. Warum kamen so viele Menschen zu Saraha (tantrischer Meister aus dem 8. Jahrhundert)? Warum kamen so viele Menschen zu Jesus? Diese Mystiker waren in sich selbst verliebt. Sie trugen solch eine Liebe in sich, sie erfreuten sich so sehr an ihrem Wesen, daß jeder, der vorbeikam, ganz natürlich von ihnen angezogen wurde. Sie waren wie Magneten. Sie waren so bezaubert von ihrem eigenen Wesen, wie konnte man sich diesem Zauber entziehen? Einfach bei ihnen zu sein, war reine Glückseligkeit.

Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt
Die Sexenergie muß freigesetzt werden
Die Zauberkraft wahrer Liebe
Dein Körper ist dein Tempel
Weisheit ist der beste Schutz - die Natur unser Lehrer

Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt

Um den Menschen an das Erdenleben gebunden zu halten, erschuf Satan den Geschlechtstrieb. Mit dieser Versuchung hat der Mensch von Anfang an zu kämpfen gehabt. Gott erschuf Mann und Frau kraft seines Willens. Sie waren die zu Körpern verdichteten Ausdrucksformen göttlicher Weisheit und göttlichen Gefühls.

Mann und Frau hatten ursprünglich dieselbe Macht wie Gott und konnten (im Paradies) allein durch geistige Kraft Kinder zeugen. Adam und Eva waren dazu von Gott befähigt worden, sich auf unbefleckte, das heißt göttliche Weise fortzupflanzen. Dann führte die Kraft des Bösen (Satan, symbolisiert durch die Schlange) Eva in Versuchung von der „verbotenen Frucht“ (vom Baum der Erkenntnis), dem Geschlechtsgenuß, mitten im Garten (Körper) zu essen. (Bibel: 1 Moses 3,3) [1]
[1] Was soll mit diesem Text ausgesagt werden? Solange die Menschen sich an die göttliche Weisheit hielten, sich der Sexualität enthielten, solange sie keine Kinder zeugen wollten, solange lebten sie in Seligkeit, im Paradies. Aber sie ließen sich von der Schlange (dem Teufel, der sexuellen Versuchung) dazu verführen, sich vom Baum der Erkenntnis, in der Mitte des Gartens, von der Sexualität, verführen zu lassen.
Genau das ist das Geheimnis aller spirituellen Erfahrungen und Weisheiten. Sobald du den göttlichen Pfad, den Pfad der Keuschheit verläßt, fällst du aus dem Paradies, aus der ewig währenden Seligkeit, in die Hölle herab und bezahlst deine Zügellosigkeit, deine sexuelle Abhängigkeit, deine sexuellen Ausschweifungen, deine Sexsucht, mit unendlichen psychosomatischem Leiden. Du stürzt vom Himmel in die Hölle und alles Lebensglück, alle Lebensfreude wird durch Depression, Angst, Hass, Wut, Zorn und psychosomatisches Leid ersetzt.
Gott hatte Adam und Eva gestattet, sich aller Sinneswahrnehmungen am „Baum des Lebens“ (2) zu erfreuen, mit Ausnahme der sexuellen Befriedigung mitten im Garten (Körper) . Gott hatte ihnen gestattet, sich aller Sinneswahrnehmungen am „Baum des Lebens“ (den Energiezentren (Chakren) entlang der Wirbelsäule) zu erfreuen, mit Ausnahme der Sexualität inmitten (in der Mitte) des körperlichen Gartens.
(2) Der Baum des Lebens im Alten Testament: Nach dem 1. Buch Mose des Alten Testaments ließ Gott den „Baum des Lebens“ und den „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ in der Mitte des Gartens in Eden wachsen. Er verbot den Menschen aber, von den Früchten des „Baums der Erkenntnis“ zu essen, da dies den Verlust des ewigen Lebens zur Folge hätte.

Eva antwortete der Schlange, die sie überreden wollte, vom „Baums der Erkenntnis“ zu essen, dass man vom Baum „in der Mitte des Gartens“ nicht essen dürfe. Als Adam und Eva sich aber doch von der Schlange verführen ließen, das göttliche Gebot zu übertreten und von den verbotenen Früchten gegessen hatten, vertrieb Gott die Menschen „aus dem Garten von Eden“ (aus dem Paradies).
Der Geschlechtstrieb ist das trügerische Gegenstück zur Glückseligkeit Gottes. Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt, dann wird sie zum Werkzeug des Teufels und hält das Bewusstsein des Menschen an die Sinne gebunden. Dadurch wird der Mensch gewissermaßen aus dem Paradies vertrieben, er verliert die Seligkeit, das göttliche Gefühl der Ekstase, die ihm die sublimierte (bewahrte) sexuelle Energie schenken würde. Es ist ihm nicht mehr möglich, daß göttliche Bewusstsein zu erfahren, die ewig bestehende, ewig bewußte, ewig währende göttliche Lebensfreude.

Der Geschlechtstrieb, das Verlangen nach Wein, Geld, Naschereien, sie alle sind von Satan erschaffene Täuschungen, welche die Seele hindern sollen in tiefe Ekstase einzugehen. Sie alle lenken uns von der Lebensfreude, von Gück und Zufriedenheit ab. Als Adam und Eva sich dem Geschlechtslust hingaben, wurden sie aus dem Paradies vertrieben (3). Das heißt, sie verloren jenes göttliche Bewusstsein, jene seelische Entzückung, in der sie sich eins mit Gott fühlen konnten.
(3) Der Geschlechtsgenuß steht hierbei symbolisch für alle Genüße, die dem Menschen schaden zufügen, vor allem dann, wenn man sie übermäßig genießt. Mir scheint, die Männer sind eher von der Sucht nach Sexualität, Alkohol oder Drogen betroffen. Frauen neigen dagegen vielleicht eher dazu, sich an süßen Naschereien zu erfreuen, denn die Sexualität scheint bei vielen Frauen nicht so stark ausgeprägt zu sein.
Seit jener Zeit, müssen sich die Menschen, genau so wie die Tiere, auf geschlechtliche Art fortpflanzen, müssen die Frauen ihre Kinder mühsam und schmerzvoll gebären. Auch müssen Mann und Frau das akzeptieren, was ihnen gegeben wird. Ursprünglich waren sie wie Gott fähig kraft ihres Geistes alles zu erschaffen, was sie sich wünschten. O, selige Zeit der ersten Unschuld! (4)
(4) Ich muß ehrlich gestehen, ich weiß nicht, was damit gesagt werden soll, wenn in der Bibel gesagt wird, daß die Menschen ursprünglich kraft ihres Geistes alles erschaffen konnten, was sie sich wünschten. Vielleicht sollte dadurch deutlich gemacht werden, wie unendlich groß die Konsequenzen sind, wenn der Mensch sich zum Sklaven seiner Sexualität macht und sich damit selber aus dem Paradies vertreibt. Habt ihr eine andere Erklärung?
All diese negativen Erfahrungen, die fast alle Menschen gesammelt haben, sollte uns aber nicht davon abhalten, unsere Unschuld zurückzugewinnen, und den Weg in den Garten Eden erneut zu beschreiten, denn das Paradies ist das einzige Glück, welches der Mensch erfahren kann. Meditation und ein spirituelles Leben sind der Weg, der uns wieder dorthin führt. Der Weg vom Himmel zur Hölle ist uns bekannt. Es liegt an uns selbst den umgekehrten Weg erfolgreich zu beschreiten...

Die Sexenergie muß freigesetzt werden
Die Zauberkraft wahrer Liebe
Dein Körper ist dein Tempel
Weisheit ist der beste Schutz - die Natur unser Lehrer
Tantra - ein individueller Weg zu Gott

Die Sexenergie muß freigesetzt werden

Es ist sehr schwierig, jemanden zu treffen, der keine Blockaden hat. Es ist sehr schwierig, jemanden zu treffen, dessen Körper nicht verspannt ist. Lockere diese Verspanntheit. Die Verspanntheit blockiert deine Energie. Sie raubt die deine Freude, dein Wohlbefinden, deine Lebenslust. Sie nimmt dir deinem Atem, deine Gesundheit und läßt die Angst in dir aufsteigen. Bei dieser Verspanntheit ist kein Fließen möglich.

Warum sind alle so verspannt? Warum kannst du dich nicht entspannen? Hast du einmal eine Katze beobachtet, wenn sie am Nachmittag ein Schläfchen hält? Wie einfach und wie schön die Katze sich entspannt. Warum kannst du dich nicht genau so entspannen? Die Entspannung der Katze ist deshalb so schön, weil sie sich total entspannt und dabei doch total wach ist. Eine kleine Bewegung im Raum und schon öffnet sie die Augen, ist sie auf dem Sprung. Wir müssen lernen, wie die Katzen zu schlafen, aber der Mensch hat es vergessen. (1)
(1) Die Frage, warum wir so verspannt sind und uns nicht entspannen können ist gar nicht so leicht zu beantworten. Einerseits sind wir mit tausend Verboten erzogen worden. Eines dieser Verbote ist zum Beispiel, daß wir nicht laut sein dürfen, weil dies die Eltern oder die Nachbarn stören könnte. Ein Kind ist aber voller Energie. Es möchte toben, es möchte seine ganze Lebenslust zum Ausdruck bringen. Seht euch junge Hunde an, was für eine Energie sie besitzen. Sie sind kaum zu bändigen.

So ähnlich ergeht es den Kindern. Sie sind voller Energie, aber sie dürfen sie nicht austoben. Im Laufe der Zeit entwickeln sie ein ängstliches Verhalten, weil sie stets befürchten müssen, getadelt oder gar bestraft zu werden. Sie ziehen sich gewissermaßen in ein Schneckenhaus zurück und beobachten ängstlich, ob ihnen von irgendwo Gefahr droht. Sie passen sich vollkommen an und leben fortan ein Leben in einer unsichtbaren Zwangsjacke. Dabei erstirbt ihre Spontanität, ihre Kreativität, ihre Lebensenergie und ihre Lebenslust.

Sie leben ein Leben auf Sparflamme. Angst bestimmt fortan ihr Leben. Ihre Energien sind blockiert, sie können nicht mehr frei fließen. Dies schlägt sich auch in psychosomatischen Erkrankungen nieder, die sich so leicht nicht wieder ablegen lassen, weil dann die ganzen unterdrückten Emotionen, die Wut, die Angst, die Trauer, die Enttäuschung und der Hass aus ihnen hervorbrechen würde, die sie jahrelang unterdrückt haben.

Weil sie diesen Emotionen nicht gewachsen sind, leben sie lieber in ihrem emotionalen Gefängnis, das ihnen Sicherheit bietet, auch wenn diese Sicherheit sehr trügerisch ist, denn es besteht immer die Gefahr, daß die unterdrückten Emotionen sich eines Tages ihre Bahn brechen.
Tantra sagt, lernt von den Katzen, wie sie schlafen, wie sie sich entspannen, wie unverkrampft sie leben. Die ganze Tierwelt lebt unverkrampft. Der Mensch muß es erst lenen, denn er ist falsch konditioniert (erzogen) worden. Er ist falsch programmiert worden. (2) Schon in früher Kindheit hat man euch beigebracht, verspannt zu sein. Ihr atment nicht - aus Angst.
(2) Es geschieht nicht aus Absicht oder Böswilligkeit, daß Kinder zur Angst erzogen werden. Es liegt vielmehr daran, daß die meisten Eltern selber psychisch erkrankt sind. Sie übertragen bewusst oder unbewusst ihre eigenen Ängste auf ihre Kinder. Um so mehr Probleme die Eltern haben, um so mehr übertragen sie auf ihre Kinder. Die Kinder können sich von ihren Ängsten und Verspannungen nur befreien, wenn sie irgendwann den Mut haben, sich ihren Ängsten zu stellen. Sobald sie erkannt haben, wo die Ursachen ihrer Leiden sind, können sie etwas dagegen unternehmen.
Aus Angst vor der Sexualität atmen die Menschen nicht, denn wenn man tief atmet, geht der Atem direkt ins Sexzentrum, massiert es von innen, erregt es. Weil man euch beigebracht hat, daß Sex gefährlich ist, atmet schon das Kind ganz flach. Der Atem kommt nicht über die Brust hinaus. Weiter kommt das Kind nicht. Sobald es tiefer atmet, wird es plötzlich erregt: die Sexualität wird geweckt und Angst kommt auf. Sobald ihr tief atmet wird Sexenergie frei. (3)
(3) Ich bin nicht davon überzeugt, daß die Ängste hauptsächlich dadurch entstehen, daß man das Sexzentrum unterdrückt. Natürlich ist die Sexualität mit Angst besetzt, wenn in der Familie die Nacktheit tabu ist und die Sexualität nur hinter verschlossener Tür stattfinden darf. Habt ihr schon einmal erlebt, daß ein Hund sich mit seiner Auserwählten in eine Hundehütte zurückzieht, die Tür verschließt und sich mit ihr paart? Sagte nicht schon John Lennon: „Why don't we do it on the road?“

Ich glaube, unsere Ängste werden schon viel früher angelegt. Es beginnt bereits in der Wiege. All die vielen kleinen Tadel und Ermahnungen, die Strafen und all die vielen emotionalen Verletzungen, die wir erfahren, führen allmählich dazu, daß wir uns in uns selber zurückziehen. Lange bevor die Sexualität erwacht, sind die meisten Menschen chronisch psychisch erkrankt. Wie soll man da eine gesunde Einstellung zur Sexualität entwickeln?

Ich bin auch nicht davon überzeugt, daß das Aufleben der Sexenergie dazu führen sollte, daß wir pausenlos unserem sexuellen Verlangen, unseren sexuellen Wünschen und Phantasien hinterherlaufen sollten, einem Verlangen, welches sich besonders durch die Onanie sehr schnell zu einem Suchtverhalten entwickelt.

Die sexuelle Energie kann sich ebenso in mehr Lebensfreude, in mehr Lebensenergie, in mehr Kreativität, Lebendigkeit, Kontaktfeudigkeit und Aufgeschlossenheit ausdrücken, wenn man die sexuelle Energie nicht pausenlos für kurzfristige und meist oberflächliche sexuelle Vergnügen verausgabt.

Der eine beginnt vielleicht zu lesen, der andere zu malen oder zu musizieren, wieder andere lernen neue Freunde kennen, mit denen sie etwas unternehmen. Ich halte es für durchaus sinnvoll, die sexuelle Energie in vernünftige Kanäle zu leiten. Dies hat den Vorteil, daß das Leben entspannter, weniger ängstlich, fröhlicher, heiterer und gelassener wird.
Die Sexenergie muß freigesetzt werden. Sie muß dein ganzes Wesen durchströmen. Dann wird dein Körper orgasmisch. Aber du hälst den Atem vor lauter Angst an und die Lungen füllen sich bis fast zur Hälfte mit Kohlendioxid. In den Lungen gibt es sechtausend Hohlräume und normalerweise werden dreitausend davon nie gereinigt. Sie sind immer voller Kohlendioxid. Deshalb seid ihr so träge. Deshalb seid ihr nicht wach. Deshalb fällt euch Bewusstheit so schwer.

Es ist kein Zufall, daß sowohl Yoga als auch Tantra lehren tief zu atmen, um die Lungen vom Kohlendioxid zu entlasten (Pranayama = Atemübungen). Das Kohlendioxid ist nicht für euch bestimmt. Es muß ständig ausgestoßen werden. Man muß neue frische Luft einatmen, man muß mehr Sauerstoff atmen.

Sauerstoff entfacht euer inneres Feuer. Sauerstoff entflammt euch. Aber Sauerstoff wird auch eure Sexualität entfachen. Also kann nur Tantra tiefes Atmen zulassen. Nicht einmal Yoga erlaubt euch tief zu atmen. Yoga erlaubt euch nur bis zum Bauchnabel zu atmen, nicht darüber hinaus. (4)  Ihr sollt nicht durchs Harazentrum (Nabelzentrum) gehen (5), nicht durch den Swadhistan-Punkt (Sexualchakra), denn wenn man erst einmal durch Swadhistan geht, springt man ins Muladhar (Nabel- oder Solarplexuschakra).
(4) Es ist leider vollkommen falsch, wenn da behauptet wird, Yoga erlaubt euch nur bis zum Bauchnabel zu atmen. Natürlich ist es das Bestreben eines jeden Yogi seine natürliche Atmung wiederzufinden. Niemand verbietet ihm so tief zu atmen wie möglich. Der Yoga hat sich sehr intensiv mit der Atmung beschäftigt und etliche Atemtechniken entwickelt.

Es ist auch falsch, wenn da gesagt wird, Yoga sagt, die Atmung soll nicht durch's Harazentrum (Nabelzentrum) gehen. Gerade das Nabelzentrum hat im Yoga die allergrößte Bedeutung. Erst dann, wenn man aus dem Nabelzentrum heraus atmet, kann man das höchste Glück erfahren, welches für den Menschen möglich ist, die Erleuchtung. Im Nabelzentrum sitzen unsere ganzen Ängste. Sie bereiten uns permanent Magenschmerzen. Hat man diese Ängst abgelegt, öffnet sich das Tor zum Paradies. Erst dann erleben wir die Seligkeit, den inneren Frieden und die Lebensfreude, nach der wir uns zeitlebens gesehnt haben.

(5) Das Harazentrum, welches auch Nabelzentrum oder Solarplexus genannt wird, weil es in der Höhe des Bauchnabels liegt, wird z.B. im Zen und im Taoismus als das wichtigste spirituelle Zentrum des Körpers betrachtet. Man erkennt seine Wichtigkeit z.B. darin, daß es offensichtlich auch das Zentrum unserer Angst ist. Wenn uns irgendetwas ängstigt, dann bekommen wir Magenschmerzen. Diese Magenschmerzen können chronisch werden. Ist das Nabelzentrum einmal geheilt, dann lösen sich nicht nur alle Ängste auf, sondern man empfindet eine unbeschreibliche Freiheit und Glückseligkeit.
Die Zauberkraft wahrer Liebe
Dein Körper ist dein Tempel
Weisheit ist der beste Schutz - die Natur unser Lehrer
Tantra - ein individueller Weg zu Gott
Es gibt zwei Arten von Liebe

Die Zauberkraft wahrer Liebe

Launen stumpfen das Gefühl und das Verständnis ab und machen es einem unmöglich, mit anderen auszukommen. Das Familienleben sollte ein himmlischer Tempel sein, doch schlechte Laune können es zur Hölle machen. Ein Mann kommt heim und findet seine Frau in mürrischer Stimmung vor, so daß er nicht vernünftig mit ihr reden kann. Oder er selber kommt schlecht gelaunt heim und seine Frau kann ihn nicht zur Vernunft bringen. So viele Schwierigkeiten entstehen nur wegen schlechter Launen.

Wenn jemand in eurer Familie vor Wut außer sich ist oder sich völlig gleichgültig zeigt, steckt er euch mit seiner negativen Stimmung sofort an. Oder aber ihr besucht jemanden voller Freude, doch er ist launisch und streitsüchtig und versetzt euch schließlich noch einen Schlag. Sofort ist eure Freude dahin und ihr habt den Drang, euch zu rächen. Laßt euch nicht von der schlechten Laune eines anderen anstecken!

In der Bibel steht, wenn euch einer auf die linke Wange schlägt, sollten wir ihm auch die rechte hinhalten (Matthäus 5,39) (1). Wie viele tun das? Meistens will der Geschlagene seinem Angreifer zwölf Schläge zurückzahlen und dazu vielleicht noch einen Tritt und eine Kugel. Es ist so leicht zurückzuschlagen, wenn man statt dessen aber Liebe gibt, wendet man die höchste Methode an, den Angreifer zu entwaffnen. Selbst wenn das nicht sofort wirkt, wird er nie vergessen, daß ihr ihm seine Schläge mit Liebe vergolten habt.
(1) Ich habe so manches mal über Matthäus 5,39 nachgedacht und habe mir die Frage gestellt, ob es sinnvoll ist passiv zu bleiben und dem anderen auch noch die andere Wange hinzuhalten. Im Prinzip ist es ja richtig, was uns dieser Matthäus-Vers sagt. Aber er gilt auch nur unter Menschen, die in einem christlichen Land sozialisiert wurden, denn in anderen Kulturen gilt Passivität, Nachgiebigkeit, womöglich als Schwäche oder Feigheit.

Im ganz normale Alltag halte ich diese Taktik für sehr edel und angebracht. Aber wir leben heute in einer anderen Welt. Sobald man das Haus verläßt oder sich in einer anderen Umgebung befindet, kann es sein, daß man mit einer Gewalt konfrontiert wird, bei der man stets damit rechnen muß entweder schwer verletzt oder gar getötet zu werden.

Es ist schlimm, daß wir heute in einer solchen Welt leben und uns gewissermaßen moralisch darauf vorbereiten müssen Opfer einer Straftat zu werden. In solchen Situationen, in denen es womöglich um Leben und Tod geht, halte ich die Aussage von Matthäus 5,39 nicht für angebracht. Dann geht es nämlich in erster Linie darum, das eigene Leben oder das Leben anderer Menschen zu schützen.

Was macht es für einen Sinn sich von anderen totschlagen zu lassen? Dafür hänge ich viel zu sehr am Leben. Ich finde, in solchen Situationen ist es sinnvoll und angebracht, sich seiner Haut aus Leibeskräften zu wehren. Oder sollte etwa eine Frau sich wehrlos vergewaltigen lassen, nur weil ein Vergewaltiger dies von ihr verlangt? Ich finde, nein.
Die Liebe muß jedoch aufrichtig sein. Wenn die Liebe vom Herzen kommt, ist sie eine Zauberkraft. Ihr solltet allerdings nicht an das Ergebnis denken. Selbst wenn eure Liebe zurückgewiesen wird, solltet ihr das nicht beachten. Verschenkt eure Liebe einfach. Erwartet nichts dafür, dann werdet ihr sehen, welche magische Wirkung sie hat.

Wißt ihr auch, daß in eurem Innern, in eurer Seele, ein herrlicher Garten liegt? Ein Garten voll wundersamer Gedanken, der den Duft der Liebe, der Güte, des Verstehens und Friedens verbreitet, süßer als der aller irdischen Blumen. Jedesmal wenn jemand euch in seinem Ärger mißverstanden hat und ihr ihm weiterhin Liebe erweist, lasst ihr eine solche duftende Blume erblühen. Hält der Duft solcher verständnisvoller Liebe nicht länger als der jeder Rose?

Betrachtet euren Geist darum immer als einen Garten. Pflegt ihn, damit er schön bleibt und den Duft göttlicher Gedanken verbreitet. Laßt ihn nicht zu einem Sumpf werden, in dem übelriechende, gehässige Launen wuchern. Wenn ihr die himmlisch duftenden Blumen des Friedens und der Liebe züchtet, wird sich die Biene des Christusbewusstseins, Gottes allgegenwärtige Intelligenz und die Anziehungskraft seiner Liebe, in eurem Garten niederlassen.

So wie die Biene nur honigsüße Blumen aufsucht, so kommt Gott nur zu euch, wenn euer Leben vom Honig süßer Gedanken erfüllt ist. Nehmt euch vor, daß ihr in eurem Garten guter Seeleneigenschaften das übelriechende Kraut des Zorn nicht dulden werdet. Je mehr blumenhafte göttliche Eigenschaften ihr entwickelt, desto eher wird Gott eurer Seele seine geheime Allgegegenwart offenbaren.
„Wer sich ruhig und gelassen verhält gegenüber Freund und Feind, bei Lob und Tadel, bei Hitze und Kälte, bei Lust und Leid, der ist mir lieb“ (Bhagavad Gita XII, 18,19 - die Bhagavad Gita ist gewissermaßen die hinduistische Bibel)
Wenn ihr denen, die unfreundlich zu euch sind, stets mit Liebe begegnet, wenn ihr denen, die von Sorgen gequält werden, Frieden und den Notleidenden Freude bringt, wenn ihr die Verbitterten liebevoll behandelt und denen, die sich auf dem falschen Weg befinden ein besseres Beispiel gebt, dann besiegt ihr eure eigenen schlechten Launen durch schöpferisches Denken. Wenn ihr äußerlich nicht tätig sein könnt, nicht helfen könnt, dann seid in Gedanken kreativ tätig.

Dein Körper ist dein Tempel
Weisheit ist der beste Schutz - die Natur unser Lehrer
Tantra - ein individueller Weg zu Gott
Es gibt zwei Arten von Liebe
Wenn du liebst, dann teilst du alles

Dein Körper ist dein Tempel

Wie gelingt es nach innen zu gehen und über sich selber hinauszuwachsen? Das erste ist der Körper. Der Körper ist deine Basis, er ist der Boden auf dem du geerdet bist. Wenn man dich zum Feind deines Körpers macht (1), vernichtet man dich, macht man dich schizophren, macht man dich unglücklich. Dein Leben wird zur Hölle. Du bist der Körper. Natürlich bist du mehr als der Körper. Dein Körper ist deine grundlegende Wahrheit, deshalb sei niemals gegen den Körper.
(1) Wie macht man sich zum Feind seines Körpers? In dem man jeder sinnlichen Regung, jedem sinnlichen Verlangen nachgibt. Was bedeutet es: „Sei niemals gegen den Körper“? Bedeutet es, jeder sinnlichen Regung nachzugeben? Im letzten Kapitel wurde gesagt: „Echte Freude hängt vor allem davon ab, ob man der Stimme des Gewissens (der Vernunft) folgt.“ Wir wissen, daß viele Regungen des Körpers der Vernunft widersprechen.
Wann immer du gegen den Körper bist, wendest du dich gegen Gott. Wann immer du deinen Körper nicht respektierst, verlierst du den Kontakt mit der Wirklichkeit, denn dein Körper ist deine Brücke, dein Körper ist dein Tempel. Tantra lehrt Ehrfurcht vor dem Körper, Liebe und Respekt vor dem Körper, Dankbarkeit gegenüber dem Körper. Der Körper ist wunderbar. Er ist das größte Geheimnis.

Aber man hat dir beigebracht gegen den Körper zu sein. (2) So kommt es, daß du zwar manchmal zutiefst über den Baum staunst, daß du manchmal tief von der Sonne und dem Mond berührt bist, daß du manchmal tief von einer Blume berührt bist, aber von deinem eigenen Körper noch nie überwältigt warst. Dabei ist dein Körper das komplexeste Phänomen in der ganzen Existenz. Keine Blume kein Baum hat einen so schönen Körper, wie du. Kein Mond, keine Sonne, kein Stern hat einen so hochentwickelten Organismus wie du.
(2) Wer hat uns beigebracht gegen den Körper zu sein? Soll das heißen, daß man uns beigebracht hat nicht jedem sexuellen Verlangen, nicht jedem Wunsch nach Schokolade oder jedem Rachegedanken zu folgen, der gerade in uns aufsteigt? Was ist daran verkehrt? Ich glaube, es ist sogar sehr vernünftig den Körper zu zügeln, ihn in seine Schranken zu weisen. Sonst breitet sich nämlich die Zügellosigkeit, die Lasterhaftigkeit aus.

Es gab auch Zeiten, da habe ich jeden Tag Schokolade gegessen. Heute tue ich es nicht mehr. Es gab Zeiten, da habe ich geraucht. Muß man diesem Verlangen wirklich nachgeben? Seit dem ich nicht mehr rauche, fühle ich mich wesentlich besser. Ich bin heilfroh dieses Laster überwunden zu haben. Und das schon seit mehr als 20 Jahre.

Wer jeder sinnlichen Regung des Körpers nachgibt, zahlt dafür einen hohen Preis. Dieser Preis besteht darin, daß wir unser zügeloses Verlangen mit Leid bezahlen, indem der Körper uns die Glückselikeit verweigert, nach der wir uns so sehnen.
Doch man hat dir beigebracht eine Blüme schön zu finden. Man hat dir beigebracht, einen Baum schön zu finden. Man hat dir beigebracht Steine, Felsen, Berge und Flüsse schön zu finden, aber niemals wurde dir beigebracht, deinen eigenen Körper zu achten und ihn zu bewundern. (3) Der eigene Körper ist einem so nah und deshalb ist es so leicht, ihn zu vergessen. Ihr nehmt ihn für gegeben hin und deshalb ist es so leicht, ihn zu vernachlässigen. Aber er ist das allerschönste Phänomen überhaupt.
(3) Man braucht niemandem beizubringen einen schönen Menschen schön zu finden. Das liegt bereits in unseren Genen, dafür sorgt die Aura, die Ausstrahlung des anderen. Natürlich erfreuen wir uns am Anblick schöner Menschen, hübscher Männer und Frauen. Auch Kinder sind oft sehr schön anzusehen. Was gibt es für einen Mann schöneres, als eine hübsche Frau anzuschauen? Ebenso erfreuen Frauen sich am Anblick eines hübschen Mannes.

Aber nicht jeder Mann ist ein Adonis und nicht jede Frau eine Venus. Die meisten Menschen sind halt nicht so attraktiv, wie sie es sich gerne wünschen. Ist es da ein Wunder, wenn sich die Begeisterung über den eigenen Körper in Grenzen hält? Ich finde es eigentlich vollkommen normal. Und derjenige, der sich wegen seines Aussehens eitel vor den Spiegel stellt und sich selbst auf sein Äußeres reduziert, dem mangelt es wahrscheinlich an inneren Werten.

Unser Körper sendet in jeder Sekunde Signale aus, mit dem er uns sagt, ob er sich wohl fühlt oder nicht. Diese Signale sind gar nicht zu ignorieren. Es stimmt allerdings, daß wir mitunter dazu neigen, diese Signale nicht ernst zu nehmen. Das kann langfristig schlimme Folgen haben.

Wenn gesagt wird, der eigene Körper ist das allerschönste Phänomen überhaupt, dann reduzieren wir uns selber auf unser Äußerliches. Ein attraktiver Mensch ist natürlich eine Augenweide, aber viel entscheidender als das Äußere ist das innere Wohlbefinden. Und das ist mehr oder weniger unabhängig von Aussehen. Zwar spiegelt sich die innere Zufriedenheit, das Selbstbewußtsein meist auch im Aussehen wieder, aber ein attraktiver Mensch ist nicht zwangläufig der glücklichere.
Wenn du eine Blume bewunderst, sagen die Leute: „Wie ästhetisch!“ Wenn du das Gesicht einer schönen Frau anschaust oder das schöne Gesicht eines Mannes, sagen die Leute: „Das ist Lüsternheit“. Wenn du zu einem Baum gehst, stehenbleibst und dir wie betäubt eine Blüte anschaust, deine Augen weit geöffnet, deine Sinne ganz empfänglich, um die Schönheit der Blüte ganz in dich aufzunehmen, dann glauben die Leute, daß du ein Dichter bist oder ein Maler oder ein Mystiker.

Aber wenn du zu einer Frau oder einem Mann hingehst, in größter Ehrfurcht und Hochachtung vor ihr stehst und die Frau mit großen Augen betrachtest, und deine Sinne ihre Schönheit trinken läßt, dann wirst du von der Polizei abgeführt. Keiner hält dich für einen Mystiker oder einen Dichter. Keiner will billigen, was du tust. Irgendetwas ist schief gelaufen. (4)
(4) Vielleicht sollte man einmal daran denken, wie derjenige es empfindet, der da so schamlos angeschaut wird. Warum sollte er davon begeistert sein? Woher sollte er wissen, ob der andere ihm mit Ehrfurcht entgegentritt? Ist es nicht natürlich, daß er oder sie sich bedrängt, belästigt oder gar bedroht fühlt?

Geht es dem Betrachter wirklich nur darum, sich an der Schönheit zu erfreuen oder sind da noch andere Gedanken im Spiel? Wer kann schon hinter die Maske eines Menschen sehen? Es scheint außerdem in unserer Natur zu liegen, daß wir es als Bedrohung empfinden, wenn uns jemand zu nahe tritt. Ich glaube, niemand mag es, so schamlos angeschaut zu werden. Dies bleibt den Freunden und Liebenden vorbehalten.

Was würde eine Frau empfinden, wenn sich ein Mann vor sie hinstellt und sie mit großen Augen anschaut? Sie würde wahrscheinlich große Angst bekommen und befürchten, der Mann wolle ihr etwas antun, sie möglicherweise sogar vergewaltigen wollen. Und genau das ist auch zu befürchten, denn die Künstler, Ästheten sind heute eine Seltenheit, sexuelle Belästigungen dagegen weit verbreitet.
Wenn du auf der Straße einen Fremden ansprichst und sagst: „Was für schöne Augen sie haben“, wirst du verlegen und er wird verlegen. Er kann nicht einfach „Dankeschön“ zu dir sagen. (5) Im Gegenteil, er ist beleidigt, wird einschnappen, denn wer bist du, daß du es wagst, dich in sein Privatleben einzumischen? Wie kannst du so etwas wagen?
(5) Ich habe einmal eine Joggerin gesehen, die hatte solch einen ästhetischen Laufstil, daß ich ihr im Vorbeigehen ein Kompliment machte. Ich glaube, sie hat sich darüber gefreut. Mit anderen Worten, der Ton macht die Musik. Es spricht nichts dagegen, einer hübschen Frau (ohne Hintergedanken) ein Kompliment wegen ihres Aussehens oder ihrer hübschen Augen zu machen. Wenn man es freundlich und höflich sagt, dann wird sie sich darüber freuen. Sie wird schon verstehen, wie es gemeint ist. Wir sollten uns vielleicht viel öfter trauen ein kleines Kompliment zu machen.
Wenn du einen Baum berührst, freut sich der Baum. Aber wenn du einen Menschen berührst, fühlt er sich beleidigt. Was ist schief gelaufen? (6) Irgendetwas ist da zerstört worden, gründlich und sehr tief.
(6) Ich würde sagen, nichts ist schief gelaufen, außer, daß wir nicht in einer Traumwelt leben. Im Traum sind solche Dinge möglich. Da ist allerlei möglich. Was aber ist der Hintergedanke, wenn ein Mann auf eine Frau zugeht, um sie zu berühren? In Wirklichkeit möchte er ihr damit sagen, ich finde dich sehr attraktiv und möchte gerne mit dir schlafen.

Das liegt hauptsächlich daran, daß die meisten Männer mit dem Schwanz denken. Kein Wunder, halten sie ihr sexuelles Verlangen stets auf Hochbetrieb, indem sie permanent irgendwelche sexuellen Handlungen/Aktivitäten ausüben. Frauen sind da naturgemäß ganz anders. Sie sind viel relaxter, sei sind nicht so sexbesessen. Und wenn ihr da ein Mann mit eindeutigen Angeboten entgegentritt, sind sie meist zutiefst erschrocken und versuchen den notgeilen Don Juan so schnell wie möglich wieder loszuwerden.
Tantra lehrt dich, die Achtung und die Liebe zu deinem Körper zurückzugewinnen. Tantra lehrt dich, deinen Körper als Gottes größte Schöpfung zu betrachten. Tantra ist die Religion des Körpers. Natürlich geht Tantra über den Körper hinaus, aber er verläßt ihn niemals. Tantra ist im Körper verwurzelt. (7) Tantra ist die einzige Religion, die tatsächlich in der Erde verwurzelt ist. Andere Religionen sind wie entwurzelte Bäume, morsch, abgestumpft, tot. Es fließt kein Saft mehr in ihnen. Tantra ist wirklich saftig, sehr lebendig.
(7) Das Christentum, der Hinduismus und Buddhismus sind keineswegs morsch, abgestumpft oder tot. Im Gegenteil, es sind sehr lebendige Religionen, auch wenn viele sie nicht verstehen. Sie bemühen sich aber auch nicht, sie zu verstehen. Sie begnügen sich damit, Religionen zu verteufeln, obwohl sie kaum Kenntnisse über Religionen besitzen.

Tantra, Yoga, Hinduismus, Buddhismus und das Christentum sind sich näher als manch einer denkt. Tantra ging ja sogar aus dem vom Hinduismus angehauchten Yoga hervor. Tantra und Yoga sind sich sehr ähnlich, sie haben im Prinzip dieselben Quellen, die sich nur um Nuancen unterscheiden. Auch das Christentum hat manches mit dem Tantra gemeinsam. Der eine bevorzugt diesen, der andere einen anderen Weg. Aber alle (ernsthaften) Wege führen zum selben Ziel.

Im Vordergrund steht immer der Körper, bei allen Religionen. Wir wenden uns in der Regel einer Religion oder einer spirituellen Richtung zu, weil es uns nicht gut geht, weil wir leiden und nach Heilung bzw. Befreiung von unserem Leiden suchen. Weil die meisten Erkrankungen psychsomatisch bedingt sind, bietet der spirituelle Weg die beste Heilung. Der spirituelle Weg ist der einzige der zur Befreiung, zur Seligkeit, zu Gott führt, egal, wie immer man Gott auch definiert.
Weisheit ist der beste Schutz - die Natur unser Lehrer
Tantra - ein individueller Weg zu Gott
Es gibt zwei Arten von Liebe
Wenn du liebst, dann teilst du alles
Wenn du dich selbst erkennst, erkennst du alles

Weisheit ist der beste Schutz - die Natur unser Lehrer

Sucht Schutz in der Festung der Weisheit. Es gibt keine bessere Sicherheit. Verstehen wird euch so sehr festigen, daß euch nichts mehr erschüttern kann. Solange ihr diese Weisheit aber noch nicht besitzt, müßt ihr jeder Versuchung sofort den Rücken kehren und erst danach eure Vernunft sprechen lassen. Wenn ihr zuerst eure Vernunft befragt, werdet ihr trotz aller guten Absichten das tun, was ihr vermeiden solltet, denn die Versuchung ist stärker als die Vernunft.

Ihr müßt entschlossen nein sagen und einfach auf und davon gehen. Das ist der sicherste Weg, der Versuchung zu entrinnen. Je mehr ihr diese Art der Widerstandskraft entwickelt, um so glücklicher werdet ihr, denn echte Freude hängt vor allem davon ab, ob man der Stimme des Gewissens folgt. (1)
(1) Jeder weiß, wie schwer es ist, der Versuchung zu widerstehen. Sie ist oft so stark, daß man mitunter Monate oder gar Jahre braucht bis man gelernt hat, ihr zu widerstehen. Jede Niederlage bezahlt man mit einem schlechten Gewissen. Oft ist man traurig, weil man wieder nicht stark genug war der Versuchung zu widerstehen. Der größte Fehler aber ist zu resignieren. Darum heißt es immer wieder aufstehen und aus seinen Fehlern zu lernen.
Laßt euch nicht von eurer Umgebung oder euren sinnlichen Regungen beherrschen. Tugend und Geistigkeit sind weit anziehender als alle Sinnesfreuden. Aber leider liegen die Menschen in den Ketten der Versuchung gefangen. Wenn ihr ins Netz der Versuchung geratet, wird eure Weisheit zur Gefangenen eurer Wünsche und Gewohnheiten. Die höchste Freiheit aber besteht darin, so tief in Gottes unendlicher Freude versunken zu sein, weil sie alle irdischen Vergnügungen übertrifft. (2)
(2) Eine Anmerkung an alle, die mit dem Begriff Gott nicht so viel anfangen können. Bei solchen Texten müßt ihr zwischen den Zeilen lesen. Ersetzt das Wort Gott einfach durch eine tiefe Zufriedenheit, Ausgeglichenheit, Angstfreiheit und Glückseligkeit, nach der wir alle uns schon so lange sehnen. Natürlich sollte man sich Gott nicht als ein personalisiertes Wesen vorstellen, obwohl diese Vorstellung manchen Menschen hilft.

Falls es wirklich etwas Göttliches gibt, dann sind wir als Menschen ohnehin überfordert uns dieses vorzustellen. Es entzieht sich vollkommen unserer Vorstellungskraft. Darum sollten wir auch gar nicht erst versuchen uns Gott vorzustellen oder dort irgendetwas hinein zu interpretieren. Der Glaube an Gott ist insofern auch gar nicht wichtig, weil es in erster Linie darauf ankommt, wie wir selber unser Leben gestalten, ob wir die Kraft haben den Versuchungen zu widerstehen oder nicht, denn sie führen uns ins Verderben. Wem ein Gebet dabei hilft, der solle dies tun, wenn er das Gefühl hat, daß ihm dies gut tut und bei seiner Heilung hilft.
Die schlimmsten Feinde eures Glücks sind Versuchungen, Habgier, Anhänglichkeit an Menschen oder Besitz, Sinneslust, Unkenntnis eurer Geistnatur, Trägheit und Gleichgültigkeit. Arbeitet fleißig und bleibt stets im göttlichen Bewusstsein verankert, indem ihr täglich meditiert. Dann werdet ihr glücklich und wirklich zu leben beginnen. Aber seid geduldig, laßt euch Zeit und erwartet keine schnellen Erfolge. Meist war man zuvor Jahrzehnte lang unvernünftig und hat jeder kleinen Versuchung nachgegeben. Dadurch hat sich im Gehirn ein bestimmtes Verhaltensmuster entfaltet. Es braucht seine Zeit, es umzuprogrammieren.

Wenn ihr des Lebens, welches ihr bis jetzt geführt habt, überdrüssig seid, dann zeigt dies, daß ihr mutig seid und einen wachen und gesunden Verstand habt. Wenn ihr euch aber trotzdem nach mehr Besitz und neuen Sinnesreizen sehnt, dann seid ihr auf dem falschen Weg. Der sicherste Weg Versuchungen aus dem Weg zu gehen, liegt in einem natürlichen Lebenswandel, einem Leben im Einklang mit Gott. Führt kein unnatürliches Leben, indem ihr immer wieder ruhelos nach einem irdischen Glück sucht, das die Welt euch nicht geben kann. Verschwendet eure Zeit nicht damit. Dafür ist das Leben zu kostbar. (3)
(3) So ganz bin ich mit der letzten Aussage nicht einverstanden. Nicht jeder ist religiös und bestrebt, sein Leben im Einklang mit Gott zu führen. Andererseits ist Religiosität etwas wunderbares, ist es im Prinzip doch nichts anderes, als den Weg zu seinem persönlichen Glück zu beschreiten. Man muß aber lernen zwischen den Zeilen der heiligen Schriften zu lesen und wissen, wie der rechte spirituelle Weg aussieht.

Ich halte es nicht für richtig, zu sagen, daß man nicht nach irdischem Glück streben soll, weil die Welt uns dieses nicht geben kann. Ich würde vielmehr sagen, wir sind geboren, um glücklich zu sein. Das Ziel unseres Lebens sollte darin bestehen, so glücklich wie möglich zu sein. Wo sollen wir sonst glücklich sein, wenn nicht hier und jetzt? Wer weiß, ob es ein Leben nach dem Tod gibt? Und nebenbei gesagt, mich interessiert das Leben nach dem Tod nicht die Bohne.

Nur diejenigen, die ihr ganzes Leben lang unglücklich sind, sehnen sich nach einem Leben nach dem Tod. Ihr Unglücklichsein haben sie aber selber verschuldet, weil sie permanent gegen die spirituellen Gesetze, gegen die Gesetze der Vernunft, gegen die Gesetze der Natur, verstoßen. Man kann es ihnen tausendmal sagen, sie werden nicht einmal zuhören, sie werden ihren Lebenswandel nicht ändern, sie werden weiterhin jeder sinnlichen Versuchung erliegen, wie sie es oft seit Jahtzehnten getan haben.

Wie sagte bereits Leo Tolstoi? Das Himmelreich ist in euch, in jedem von uns. Sobald wir dieses Himmelreich betreten, werden wir mit einer Seligkeit belohnt, die unendlich schön ist. Wenn ich also vom irdischen Glück spreche, so meine ich damit nicht Macht, Ruhm, Ehre, Luxus, Sex, Geld, Besitz, usw., sondern diese Seligkeit, die in uns schlummert.

Es spricht allerdings nichts dagegen auch weltlichen Besitz, Erfolg, Macht, Geld usw. zu haben, wenn man nicht daran verhaftet ist. Die sexuelle Energie allerdings sollte man nicht schamlos vergeuden, ist sie doch die Quelle, die uns das Tor zur Seligkeit öffnet.

Diese Seligkeit ist in physiologischen Gesetzen verborgen, die man sich durch spirituelle Wege erschließen kann. Viele Yogis, Heilige, Priester, Mönche und Nonnen haben uns gezeigt, wie man diesen Weg beschreitet. Wer aber gibt heutzutage noch etwas auf Heilige und Erleuchtete? Man zeigt höchstens mit dem Finger auf sie und hält sie für Scharlatane, was ja auch einige von ihnen sind. Aber es gibt auch die, die das Tor zum Paradies durchschritten haben und in permanenter Seligkeit leben. Von ihnen sollten wir lernen.
Tantra - ein individueller Weg zu Gott
Es gibt zwei Arten von Liebe
Wenn du liebst, dann teilst du alles
Wenn du dich selbst erkennst, erkennst du alles
Verstehst du dich selber?