2. Konzentriere Dich auf einen Punkt innerhalb oder außerhalb des Körpers. Behalte diese Konzentration eine Zeit lang bei. Das nennt man Konzentration.
3. Konzentration reinigt und beruhigt die lebhaften Gefühlsbewegungen, stärkt (& stoppt) den Gedankenfluß und klärt die Begriffe.
4. Meditation ist der einzige königliche Weg, um Erlösung oder „Moksha“ (Befreiung, Erleuchtung, Nirvana) zu erreichen. (1)
(1) Ich halte Autogenes Training, Zen, Beten und andere spirituelle Praktiken für gleichwertige Wege. Jeder sollte den Weg beschreiten, der ihn am meisten anspricht. Selbst der Tanz der Derwische (2), der die Tanzenden in Trance versetzen kann, entspricht einer Meditation. Bei den Schamanen sind es ebenfalls Tänze, die in einem Trance-Zustand führen. Oft benutzen Schamanen dabei aber drogenähnliche Substanzen. Dieses sollte man vermeiden.5. Meditation führt zum Gefühl vom Einssein. Es ist wie eine mysteriöse Leiter, die Himmel und Erde verbindet und den Suchenden zu dem Haus der Unsterblichkeit Brahman’s führt. (3)
(2) Der Ausdruck Derwisch bezeichnet vor allem in den europäischen Sprachen einen Sufi, einen Angehörigen einer muslimischen asketisch-religiösen Ordensgemeinschaft.
(3) Meiner Meinung nach muß Meditation nicht unbedingt mit religiösen Vorstellungen und Anschauungen verbunden sein. Wenn jemand religiös ist und ihm seine Religion bei der Meditation hilft, dann ist das in Ordnung. Kann jemand aber nichts mit Religion anfangen, dann sollte er die religiösen Vorstellungen beiseite lassen.6. Es gibt zwei Arten der Meditation: Saguna Dhyana (konkrete Meditation) und Nirguna Dhyana (abstrakte Meditation).
Mir persönlich geht es bei der Meditation auch nicht darum, die Unsterblichkeit Brahmans oder irgendjemand anderes kennenzulernen, sondern ganz allein darum gesund zu werden und wenn ich Glück habe, vielleicht sogar irgendwann einmal Erleuchtung erleben zu dürfen.
Die Unsterblichkeit ist mir ziemlich schnuppe und der Himmel ebenfalls. Ich möchte meinen Himmel hier und heute. Alle anderen Himmel können mir gestohlen bleiben, denn ich kaufe keine Katze im Sack und den Himmel schon gar nicht.
7. In konkreter Meditation meditiert der Yoga-Schüler auf die göttliche Gestalt Krishnas, Ramas, Sitas, Vishnus, Shivas, Gayatris oder Devis. (4)
(4) Wenn du mich fragst, ist mir die konkrete Meditation lieber. Ich mag es aber lieber noch ein wenig konkreter, denn ich halte bei der Meditation die Konzentration auf das „Dritte Auge“ (Punkt zwischen den Augenbrauen, Stirnchakra), auf die Atmung, auf die Körperschwere oder auf eines der Energiezentren (Chakren), z.B. das Nabelzentrum (Solarplexus) für sinnvoller, als sich auf eine Gottheit zu konzentrieren, wenn ich mich auch manchmal bei der Meditation auf Jesus konzentriere. Aber jedem das Seine.In abstrakter Meditation mediert er auf das eigene Selbst (auf die Seele) oder Atman (das absolute Selbst, Gott).
8. Du machst keine Fortschritte, wenn Dein Geist ruhelos ist. (5)
(5) Man unterscheidet in der indischen Advaita-Vedanta-Philosophie zwischen dem kosmischen oder absoluten Selbst, letzteres ist Brahman (Gott), die Weltenseele, und dem individuellen Selbst des Menschen, dem Atman, der individuellen Seele. In der indischen Philosophie wird die Weltenseele, Brahman, und das individuelle Selbst, Atman, als Wesenseinheit begriffen, die das wahre Wesen der Welt repräsentieren.9. Du solltest regelmäßig üben, möglichst zwei mal am Tag. Trägheit und andere Mächte werden Dich sonst vom „Ziel der Konzentration“ abbringen.
10. Konzentration ist der einzige Weg, um sich von dem weltlichen Elend und dem Trübsal zu befreien.
11. Konzentration oder „Dharana“ bedeutet, den Verstand auf einen einzigen Gedanken (Punkt) zu fixieren.
12. In tiefer Konzentration spürst Du weder den Körper noch Dein Umfeld. (6)
(6) Meine Erfahrung ist eine andere. Auch in tiefer Meditation habe ich meinen Körper immer sehr intensiv gespürt. Dies war immer sehr angenehm. Ich möchte es nicht missen. Aber vielleicht erleben manche Menschen es anders. Ob sie noch tiefer meditieren, als ich es kann? Mag sein, aber dies ist nicht mein Bestreben.13. Sitze in aufrechter Haltung. Schließe Deine Augen. Stelle Dir vor, daß es überall nichts anderes gibt als Gott. (7)
(7) Mir war das Sitzen während der Meditation immer zu anstrengend, und erst recht der Lotussitz. Ich meditiere immer im Liegen. Ich bin davon überzeugt, daß es zum selben Ergebnis führt. Wer aber dazu neigt, beim Meditieren einzuschlafen, der sollte lieber im Sitzen meditieren.Ein Punkt, der hier nicht angesprochen wurde, der aber sehr wichtig ist, ist die Tatsache, daß nur der, der in vollkommener Keuschheit lebt Erleuchtung erlangen kann.
Aus: Strahlen der Konzentration und Meditation
Strahlender Konzentration und Meditation (2)
Mache aus der Liebe ein Fest
Entsagung ist das wirksamste Mittel, um Gott zu finden
Dein Körper ist ein Geschenk Gottes
Haben Hinduismus und Christentum dieselben Wurzeln?
Mache deinen Körper zum Freund

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