Das eigene Ego zu verbrennen ist das wahre Opfer

Weil wir irrtümlich glauben, daß Sex das allerhöchste Vergnügen ist, sind so viele künstliche Dinge sehr wichtig geworden. Geld ist sehr wichtig geworden, weil man für Geld alles kaufen kann. Mit Geld kannst du Sex kaufen. Macht ist wichtig geworden, denn wenn du mächtig bist, kannst du so viel Sex haben wie du willst. Ein armer Mann kann sich das nicht leisten. (1)
(1) Was ist aber Sex ohne Liebe? Liebe kann man nicht kaufen, jedenfalls keine wahre Liebe.
Könige hatten früher Tausende von Frauen, selbst noch im letzten Jahrhundert hatte der Nizam (muslimischer Herrscher) von Haiderabad (indischer Fürstenstaat, 1724-1956) 500 Ehefrauen. Natürlich kann einer mit Macht so viel Sex haben, wie er will. Und wegen diesem Wahn, daß Sex die höchste Wahrheit, das höchste Glück ist, sind Tausende von anderen Problemen entstanden: Geld, Gier, Rücksichtslosigkeit, Egoismus, Macht, Prestige, Betrug, Korruption...

In Indien machen die Brahmanen (Priester) sogenannte Yagnas (Feuerrituale). Sie bringen Reis und Butter und werfen es ins Feuer, in das lodernde Feuer, und sie bilden sich ein, daß diese Opfergabe zu Gott geht. Wenn du zusammen mit anderen an einem Feuer sitzt, viele Tage lang fastest, viele Rituale ausführst, gewisse Mantras (Wörter, z.B. Namen von Gottheiten, wie Brahma, Shiva, Vishnu), gewisse heilige Verse wiederholst (Om namah shivaya = Ich verneige mich vor Shiva), kannst du einen Zustand der Selbsthypnose schaffen. und glauben, daß du Gott erreichst.

Saraha sagt, wer wirklich in Gott eingehen will, muß seine innere Flamme entfachen, die äußere Flamme wird nichts nützen. Und diejenigen, die wirklich zur Erleuchtung kommen wollen, müssen die Saat ihrer Wünsche verbrennen, Reis verbrennen nützt nichts. Und diejenigen, die wirklich erleuchtet sein wollen, müssen ihr Ego verbrennen, ihren Egoismus. Butter verbrennen hilft nichts. Butter und Reis als Opfergabe zu verbrennen ist eine vergebene Mühe. Du mußt deine eigene innere Flamme entfachen.

Und wenn deine Kundalini, deine Sexuelle Energie, die Wirbelsäule nach oben fließt, dann verwandelt sie sich in eine Flamme, sie wird zur Flamme. Sie wird zu Feuer. Sogar wenn sie nach außen geht. Sie ist immer noch stark genug, um Leben zu erzeugen. Sexenergie ist das rätselhafteste Phänomen das es gibt. Sexenergie erzeugt Leben.

Leben ist Feuer. Ohne Feuer könnte das Leben nicht existieren. Ohne das Feuer der Sonne gäbe es keine Bäume, keine  Menschen, keine Vögel, keine Tiere. Leben besteht aus verwandeltem Sonnenfeuer. Während du mit einer Frau Liebe machts geht das Feuer nach außen.

Wenn du nach innen gehst, geht auch das Feuer nach innen. Und wenn du die Saat deiner Wünsche, die Saat deiner Gedanken, die Saat deines Ehrgeizes, die Saat deiner Gier in dein inneres Feuer wirftst, dann verbrennen sie. Und am Ende wirfst du dein Ego ins Feuer, und auch das verbrennt. Das ist das wahre Yagna, das wahre Feuerritual, das wahre Opfer.

Das Reich Gottes ist in dir

In seinem Wunschdenken glaubt der Mann, der mit einer Frau schläft, daß dies der höchste Gipfel der Lust sei. Der Mann, der mit einer Frau schläft, und glaubt, er habe den höchsten Gipfel erreicht, wirft seine Opfergabe ins äußere Feuer. Er schleudert seine Energie nach außen. Er vergeudet sie.

Auch die Frau ist auf dem Irrweg, wenn sie glaubt, der Liebesakt habe etwas mit Liebe zu tun und sie könnte in diese großartige Dimension von Glückseligkeit und Gnade eintreten, einfach nur dadurch, daß sie mit einem Mann schläft und ihr Feuer nach außen schleudert..

Das Feuer muß nach innen gehen. Dann gibt es dir neues Leben, schenkt dir Kraft, Vitalität, Lebensenergie und Lebensfreude.

Die Energie kann jederzeit weiter aufsteigen. Ihr müßt nur ein wenig Meditation in euer Liebesspiel bringen, ein wenig Versenkung. (2)
(2) Es reicht aber nicht, lediglich während des Liebesspiels ein wenig meditativ zu sein. Tägliche Meditation sollte für jeden spirituellen Menschen selbstverständlich sein. Es gibt viele verschiedene Formen der Meditation. Die einen meditieren täglich, die anderen machen Autogenes Training oder Zen, wieder andere beten, machen Musik, malen, stricken, kochen, tanzen (Derwische), hören Musik, machen Sport, usw. Es gibt viele Arten der Meditation. Ich kann jedem nur raten, täglich zu meditieren oder Autogenes Training zu machen.

Das Entscheidende bei der Meditation ist, daß man alles um sich herum vergisst und sich vollkommen seiner Beschäftigung widmet. Ich halte Meditation, Autogenes Training und Zen für die besten Formen der spirituellen Kontemplation (Versenkung). Als meditativer Mensch sollte man auch beim Liebesspiel meditativ sein.

Das Entscheidende bei der Meditation ist die Konzentration. Der Meditierende konzentriert sich auf die Atmung, auf das „Dritte Auge“ (Punkt auf der Stirn), auf ein Mantra, auf Gott (Shiva, Brahma, Vishnu) usw. Wer Autogenes Trainung macht konzentriert sich auf die Körperschwere, auf den Herzschlag, auf die Atmung, usw.. Der Betende konzentriert sich vollkommen auf Gott. Das wichtige ist, daß bei der Konzentration das Gehirn in bestimmter Weise stimuliert wird und angeregt wird körpereigene Drogen (darunter auch Opiate) zu produzieren. Erleuchtung beruht letzendlich auf der permanenten Ausschüttung körpereigener Drogen.
Merkt euch, Tantra ist nicht gegen Sex. Das muß immer wieder betont werden. Es ist absolut dafür, aber nicht nur. Im Tantra ist Sex die erste Sprosse der Leiter, der siebenstufigen Leiter der Kundalinienergie. Der Mensch selber ist die Leiter. Die erste Sprosse ist Sex, und die siebte Stufe ist Sahasrar, das Kronen- oder Scheitelchakra. - Samdhi (Erleuchtung, Einssein mit Gott).

Auf der ersten Stufe bist du dem Samsara, dem Äußeren, der Welt, verhaftet. Die siebte Sprosse führt dich ins Nirwana. Sie befreit dich von allen sinnlichen Verhaftungen, von allen emotionalen und mentalen (geistigen) Fesseln und schenkt dir Glückseligkeit. Bleibst du auf der ersten Stufe stehen, dann bestimmen Leid, Unzufriedenheit und Depression dein Leben. Mit der siebten Sprosse, gehst du ins Jenseits. Du erreichst das Paradies, das Reich Gottes, welches in dir ist. Du findest es nirgendwo anders.

Liebe ist die wahre Macht - oder nicht?
Meditation ist der Weg zu dir selbst, zu Gott
Ich liebe meinen Mann, aber ich hasse Sex
Durch Ausschweifung wird Sex zur Gewohnheit
Mit den Augen des Künstlers - nur Seligkeit ist wahres Leben

Video: The National (Indie-Rock) - Live im Sydney Opera House

Muss ich euch erzählen. Gestern Nacht sah ich zum ersten Mal die Band "The National". Sie machen Indie-Rock-Pop. Die Stimme des Sängers hat mich sofort umgehauen. Jetzt habe ich ein Livekonzert von ihnen bei Youtube entdeckt. Das Dumme ist nur, die ersten 10 Minuten quasselt nur irgend so eine Pfeife von Moderator und die Band tritt erst nach etwa 15 Minuten auf. Das Konzert dauert über zwei Stunden. Schaut einfach einmal rein. Vielleicht gefällt es euch ja.

wikipedia schreibt über The National:

The National ist eine 1999 gegründete US-amerikanische Band. Die Texte der Band werden als „dunkel, melancholisch und schwer zu interpretieren“ beschrieben. Der Stil von The National wird dem Indie-Rock zugeschrieben und etwa mit Joy Division, Leonard Cohen, Wilco und Nick Cave and the Bad Seeds verglichen. Die Mitglieder stammen ursprünglich aus Cincinnati, Ohio (Nord-Ost-Amerika), leben aber mittlerweile in New York City. Die Bariton-Stimme des Sängers Matt Berninger gibt der Band ihren Wiedererkennungswert. Komplettiert wird die Gruppe durch die beiden Brüderpaare Aaron & Bryce Dessner sowie Scott & Bryan Devendorf.

Was mir nicht so gut gefällt ist, daß die Band 2008 Präsident Obama unterstützte. Ich vermute, heute bereuen sie es. Aber nicht wir nicht alle 2008 auf den "Friedensnobelpreisträger" Obama reingefallen. Heute gilt er als der schlechteste amerikanische Präsident seit 70 Jahren und das zu recht.

Macht die Augen zu... and fly away, little Susy... träumt, tanzt, meditiert, be happy


Video: The National - Liveauftritt im Sydney Opera House (02:20:34)

Mit den Augen des Künstlers - nur Seligkeit ist wahres Leben

Frage an Osho: Klassische Musik hat mich noch nie angetörnt und Kunstgalerien langweilen mich zu Tode. Ist es also möglich, direkt vom Kopf, der untersten Schicht aus zur dritten Schicht, meiner Mitte zu gelangen und sozusagen all diesen ästhetischen Müll zu umgehen?
Nirgun, ja, es stimmt: Es gibt im Namen von Ästhetik sehr viel Müll. Aber wenn ich von Ästhetik spreche, meine ich damit nicht den in den Museen und Kunstgalerien angesammelten Müll. Wenn ich von Ästhetik spreche, meine ich damit eine Eigenschaft in dir.

Die hat nichts mit Objekten zu tun, Gemälden, Musik, Lyrik, sondern hat etwas mit einer Eigenschaft deines Daseins zu tun, mit deiner Empfindsamkeit, deiner Liebe zur Schönheit, deinem Gespür dafür, wie alles sich anfühlt oder schmeckt, für den ewigen Tanz, der ringsum im Gange ist … sich den bewusst zu machen, still zu werden, um den Lockruf dieses Vogels aus der Ferne zu hören.

Das ist kein Müll, das ist das innerste Herz der Existenz. Doch ich kann verstehen, wieso dir die so genannte klassische Musik und die Kunstsammlungen der Museen und Galerien zum Halse raus hängen. Und du wirst dich zumindest fragen, wieso die Leute so viel Wind um all diesen Unsinn machen.

Die Ästhetik ist nur eine künstlerische Haltung zum Leben, eine poetische Vision. Sich so für Farben zu sensibilisieren, dass jeder Baum zu einem Gemälde wird, dass jede Wolke die Präsenz Gottes weckt, dass Farben noch farbiger werden, dass du das Strahlen der Dinge nicht übersiehst, dass du hellwach und liebevoll bleibst und alles empfänglich, offen willkommen heißt. Das meine ich mit der ästhetischen Haltung, der ästhetischen Einstellung.

Musik muss in deinem Herzen sein, dein innerstes Sein muss musikalisch sein, muss eine Harmonie bilden. Der Mensch kann entweder als ein Chaos oder als ein Kosmos existieren. Musik führt euch aus dem Chaos zum Kosmos. Der Mensch kann als eine Unordnung, ein Missklang, als Lärm, als Marktgeschrei existieren oder er kann als ein Tempel existieren, eine geheiligte Stille, wo eine himmlische Musik von selbst erklingt, eine ungespielte Musik von selber zu hören ist.

Im Zen spricht man vom „Klatschen der einen Hand“. Die indischen Mystiker sprechen seit undenklichen Zeiten von einem anahat nad, „unerzeugten Ton“ (1), der im innersten Sein erklingt. Um ihm zu lauschen, braucht man nirgendwohin zu gehen. Er ist die uranfänglichste Musik und zugleich die jüngste. Er ist sowohl die älteste als auch die neueste. Und obendrein die Musik deines eigenen Seins, das Summen deiner eigenen Existenz. Wer sie nicht hören kann, der ist taub. Und an der führt kein Weg vorbei.
(1) Die wichtigste spirituelle Übung im Sant Mat (Yogapfad) ist die Meditation auf das innere Licht und den inneren Ton. Durch Meditation kann eine Verbindung mit Gott hergestellt, ein inneres Licht geschaut und ein innerer Ton gehört werden, der unmittelbar mit Gott in Verbindung steht und darum Quelle allen Glückes ist.
Das Wahrnehmen des inneren Licht- und Tonstromes gilt darum als wichtigstes Ziel im Leben, dem man sich so früh und so oft wie irgend möglich widmen sollte. Man hört den Ton gewissermaßen als ein Pfeifen im Innenohr, welches aber nicht mit dem Tinnitus zu verwechseln ist.
Museen kannst du umgehen, Kunstgalerien kannst du umgehen, ja, solltest du sogar umgehen. Du brauchst dich nicht um Kunst und Kunstkritik zu kümmern, schlag dir das aus dem Kopf. Aber du musst zu einer Künstlerin des Lebens selber werden.

Ich nenne Buddha einen Poeten, obwohl er kein einziges Gedicht geschrieben hat. Trotzdem bleibe ich dabei: Für mich ist er einer der größten Dichter, die je gelebt haben. Er war zwar kein Shakespeare, kein Milton, kein Kalidas oder Rabindranath, nein, keineswegs. Dennoch sage ich: Shakespeare, Milton, Kalidas, Rabindranath sind nichts im Vergleich zu seiner Dichtung. Sein Leben war seine Dichtung, seine Art zu gehen, seine Art, alles anzusehen…

Erst gestern Abend stieß ich auf eine der schönsten Äußerungen der heiligen Teresa von Avila. Sie sagt: „Du brauchst nichts weiter als hinzusehen!“ Mit dieser einfachen Aussage fasst sie ihre ganze Botschaft zusammen: Du brauchst nichts weiter als hinzusehen. Sei fähig hinzusehen, und du wirst Gott finden. Sei fähig hinzuhören, und du wirst seine Musik finden. Sei fähig zu berühren, und jede Struktur wird seine Struktur. Betaste den Stein und du findest Gott.

Es geht also nicht um Kunstobjekte; es geht um eine innere Einstellung, eine Vision, darum, alles mit den Augen des Künstlers zu sehen. Und, Nirgun, das kannst auch du! Genau genommen findest du nur deswegen klassische Musik und Galerien langweilig, weil du auf eine unbewusste Art und Weise im Dunkeln tappend spürst, dass etwas weit Höheres in dir steckt. Nur hast du dir das noch nicht völlig klar gemacht.

Lass die Kunstgalerien links liegen und du versäumst nichts. Aber an der ästhetischen Schicht deiner selbst führt kein Weg vorbei: Da musst du durch! Andernfalls wirst du immer verarmt bleiben, wird dir immer etwas fehlen, etwas von ungeheurem Wert. Deine Erleuchtung wird nie restlos sein. Ein Teil von dir wird unerleuchtet bleiben; ein Winkel deiner Seele wird dunkel bleiben, und dieser Winkel wird immerzu schwer auf dir lasten.

Man muss vollends erleuchtet werden. Man darf nichts auslassen, sich keine Abkürzungen ausdenken. Man muss ganz natürlich alle Schichten durchleben, denn jede Schicht bietet dir eine Chance zu wachsen. Vergiss nie: Wann immer ich Wörter wie Musik oder Poesie oder Malerei oder Bildhauerei gebrauche, denk ich mir mein eigenes Teil dabei.

Liebe ist die wahre Macht - oder nicht?
Meditation ist der Weg zu dir selbst, zu Gott
Ich liebe meinen Mann, aber ich hasse Sex
Durch Ausschweifung wird Sex zur Gewohnheit
Das eigene Ego zu verbrennen ist das wahre Opfer