Liebe ist die wahre Macht - oder nicht?

Frage an Osho: Seit einigen Monaten bin ich nun schon mit dir unterwegs, und angesichts der Kaltschnäuzigkeit der Welt ist mir aufgefallen, dass ich daraufhin immer sanfter statt härter werde. Kannst du bitte etwas darüber sagen?
Die gewöhnliche Reaktion darauf wäre, noch härter zu werden, aber du befindest dich nicht in einer gewöhnlichen Lage. Selbst eine kleine Berührung mit einer meditativen, stillen, liebevollen und mitfühlenden Lebensweise, eine kleine Berührung mit der Präsenz des Meisters genügen, um darauf vollkommen anders einzugehen.

Umso mitfühlender, umso sanfter wirst du mit der Welt angesichts ihrer Kaltschnäuzigkeit sein. Du wirst nicht gewalttätig reagieren, weil du dich sonst auf dieselbe Stufe mit ihrer Dummheit stellst. Wer bei mir ist, lernt tausend Dinge, ob er es weiß oder nicht. Zum Beispiel, dass er nicht reagieren kann.

Die Welt mag noch so hart sein, das tut weh. Es betrübt einen, dass der Mensch immer noch barbarisch ist, aber deswegen braucht man ihn ja nicht gleich zu verfluchen. Im Gegenteil, das beflügelt einen ihnen zu helfen, mitfühlend zu ihnen zu sein, damit sie ihre harte Schale abwerfen können. Vielleicht leiden sie ja auch selbst unter ihrer Härte, und es ist niemand da, der ihnen sagt, wie sie diese Härte loswerden können. Auch sie sind unglücklich, und ihr Unglück ist der Grund ihres Fehlverhaltens, denn sie selbst sind misshandelt worden. Sie wissen nur, dass Gewalt Macht heißt. [1]
[1] Ich finde es anmaßend jemand anders helfen zu wollen. Wie soll man jemandem helfen, wenn man nicht einmal in der Lage ist, sich selber zu helfen, wenn man nicht einmal in der Lage ist, sich von seinen Depressionen, seinen psychosomatischen Erkrankungen zu befreien? Niemand kann das, nicht einmal der beste Psychotherapeut, der beste Psychiater. Sie sind im Prinzip genau so krank wie ihre Patienten. Aber sie sind intelligente Leute. Sie tun so als wüßten sie, wie man Menschen therapiert und lassen es sich gut bezahlen. Wenn sie ehrlich wären, müßten sie sich eingestehen, daß sie selber in Therapie gehören.

Aber wohin in Therapie, wenn die gesamte westliche Wissenschaft auf dem Gebiet der psychischen Erkrankung versagt? Sie versagt, weil sie selber keine Ahnung hat, wie man psychisch erkrankte Menschen heilt. Wenn ich mir ansehe, welchen Schindluder das ganze medizinisch-therapeutische Personal auf den Krankenstationen der psychotherapeutischen Abteilungen treibt, dann stehen mir die Haare zu Berge. Und was das alles kostet. Im Monat kommen da schnell 10.000 Euro pro Patient zusammen, der die Klinik aber meist nicht viel gesünder verläßt, als er sie betreten hat.

Es gibt zwar recht gute psychotherapeutische Methoden, aber die werden meist nicht praktiziert, weil das Geld und oft auch die Kenntnis dieser Methoden nicht vorhanden ist. Vielleicht werde ich in einem späteren Beitrag einmal über diese Therapien berichten. Dafür sind die Herren im weißen Kittel um so großzügiger, wenn's ans Verschreiben von Psychopharmaka geht. Das Schlimme ist, diese Psychopharmaka machen in der Regel süchtig. Es wird in solchen Kliniken also nicht wirklich therapeutisch gearbeitet, sondern die Patienten werden mit Psychopharmaka ruhig gestellt und wandern dann oft wie Zombies durch die Gegend, auch nach der Entlassung.

Andererseits ist es aber auch so, daß die meisten Patienten nicht wirklich gesund werden wollen. Wollten sie dieses nämlich, dann müßten sie sich vor allen Dingen in erster Linie selber therapieren. Das aber wollen die meisten Patienten gar nicht, denn Therapie heisst leiden, sich mit den Ursachen seiner psychischen Erkrankung auseinander zu setzen. Da ihnen dazu aber der Mut fehlt, schlüpfen sie lieber in eine kindliche Rolle und lassen sich gewissermaßen bemuttern. Anstatt selber die Initiative für ihre Heilung zu ergreifen, vertrauen sie den Göttern in weiß und der medizinischen Wissenschaft. Die medizinische Wissenschaft ist wirklich hervorragend, aber auf dem Gebiet der Psyche versagt sie.

Wenn jemand sich wirklich von seinen psychischen Erkrankungen befreien will, dann geht das nur auf spirituell-psychisch-physiologischem Weg. Die Therapeuten, die diesen Weg verstehen und emphehlen findet man selten. Dies könnte z.B. ein erfahrener Yogi sein, am besten einer, der sich selbst von allem Leid befreit hat. Aber solch ein Yogi ist schwer zu finden, im Westen noch schwerer. Außerdem gibt es jede Menge Scharlatane unter ihnen.

Außerdem ist jeder spirituelle Weg sehr schwer, er erfordert sehr viel Mut, ist mit Leid gepflastert und stets vom Rückfall in die alten, krankmachenden Verhaltensweisen bedroht. Und weil die meisten Menschen faul, träge, uneinsichtig und verantwortungslos sind, gehen sie lieber dem alten Schlendrian nach, anstatt irgendetwas in ihrem Leben zu verändern. Sie jammern und leiden zwar, aber sie sind nicht bereit irgendetwas in ihrem Leben zu verändern. Damit besiegeln sie das Leid bis an ihr Lebensende, sie erschaffen sich ihre eigene Hölle, anstatt ein Leben im Paradies zu leben, denn das Paradies ist in ihnen angelegt, aber es interessiert sie nicht einmal.
Wer sich die Welt ansieht, der erkennt, dass Gewalt nicht die wahre Macht ist, sondern die Liebe die wahre Macht ist, und dass die Liebe euch sanfter, nachsichtiger macht, ohne jeden Ärger; ja, er lacht sich über die ganze himmelschreiende Vorstellung kaputt, dass sich diese Welt für zivilisiert hält, dass Charles Darwin sie für evolviert halten konnte, so als hätten wir die Tierwelt hinter uns gelassen. [2]
[2] Wenn wir ehrlich sind und in uns hineinschauen, dann stellen wir fest, daß dort jede Menge Aggressionen und Gewalt sind. Osho stellte einmal die Frage: Was geht euch ständig durch den Kopf?

Seine Antwort:
Wenn ihr euch einmal zehn Minuten allein hinsetzt und ganz ehrlich jeden Gedanken, der euch so durch den Kopf geht, auf ein Blatt Papier schreiben würdet, wärt ihr nicht bereit es irgendwem zu zeigen, nicht einmal eurem besten Freund. Denn da würdet ihr Gedanken finden, die so wahnsinnig sind, dass kein Mensch, weder du selber noch sonst wer, so etwas erwartet hätte. Es wären so banale, sinnlose und absurde Gedanken darunter, dass ihr glauben würdet den Verstand verloren zu haben.
Wenn ihr mal zehn Minuten lang alles ehrlich aufschreibt, was euch durch den Kopf geht, werdet ihr überrascht sein, was sich da abspielt. Ihr werdet euch fragen, ob ihr geistig gesund oder verrückt seid. Ihr überprüft niemals auch nur zehn Minuten lang euren Verstand und was sich da eigentlich abspielt, oder vielleicht schaut ihr ja nur deswegen nicht hin, weil ihr insgeheim längst wisst, was da los ist.
Ich glaube, dies kommt der Wahrheit ziemlich nahe. In Wirklichkeit sind wir alle ein wenig schizophren. Mit anderen Worten, wenn wir ehrlich sind, sieht es in uns ziemlich finster aus und deshalb sind wir auch so unglücklich. Momente des Glücks sind eher selten. Und dort, wo die Finsternis ist, dort kann keine Liebe sein. Der Rest der Liebe, der noch vorhanden ist, hat sich irgendwo in den hintersten Winkeln der Seele versteckt. Nur manchmal dringt sie noch ins Bewusstsein vor, um im nächsten Moment wieder abzutauchen.

Und darum stimme ich auch nicht der These zu, daß die Liebe die wahre Macht ist. Die Liebe kann sich angesichts der Finsternis unserer Seele gar nicht entfalten. Nur dadurch, daß wir uns von unseren negativen Gedanken und Impulsen befreien, hat die Liebe die Chanche zu wachsen. Aber hier stoßen wir wieder an unsere eigenen Grenzen, die uns daran hindert, das Chaos in uns zu beseitigen. Damit aber halten wir uns selber in Gefangenschaft, eine Gefangenschaft, die meist ein Leben lang anhält. Sie trägt den Namen Leid bzw. Hölle.

Osho sagt im Prinzip dasselbe, wenn er sagt, daß der Mensch glaubt, er habe die Tierwelt hinter sich gelassen. Der Mensch besitzt also nach wie vor animalische Impulse und Instinkte. Und das ist gut so, denn sie haben durchaus einen Sinn. Aber dazu mehr an anderer Stelle.
Wo doch unser Verhalten beweist, dass wir immer noch tierisch sind. Von wegen Evolution. Wir mögen zwar keinen Schwanz mehr haben, aber das ist keine Evolution. Vielleicht stehen wir auf zwei Füßen, aber das ist keine Evolution. Wir verhalten uns nach wie vor so grob, so grausam. Aber niemand macht den Mund auf und sagt es, denn wer den Mund aufmacht, wird platt gemacht, umgebracht. Und du hast dich entschieden, zu einem Mann zu halten, der den Mund aufmacht, und der es bis zu seinem letzten Atemzug sagen wird. [3]
[3] Natürlich unterliegen wir der Evolution, daran besteht kein Zweifel. Die Evolution hat z.B. in den letzten Jahrzehnten bewirkt, daß die Menschen heute größer und intelligenter sind, als in den vergangenen Jahrhunderten. Die gesunde Ernährung und die Medizin haben dazu beigetragen. Aber ich glaube, daß die Menschen in der Vergangenheit oft glücklicher waren, zumindest dann, wenn sie in einem überschaubaren Lebensumkreis lebten, in dem auch Platz für Muße und Spiritualität vorhanden waren. Sie wurden allerdings in der Regel nicht so alt, wie die heutigen Menschen.

Der Mensch wird also einerseits durch die Evolution bestimmt, auf die er allerdings keinen Einfluss hat. Evolutionäre Veränderungen machen sich erst nach mehreren Generationen bemerkbar. Der Mensch hat aber durch eine gesunde Lebensweise, durch Meditation und ein spirituelles Leben die Chanche, die Möglichkeit, tief in sein Leben einzugreifen. Er ist also nicht hilflos dem Zufall ausgeliefert, sondern kann eine Menge tun, um im Leben Glück, Erfolg, Zufriedenheit und Seligkeit zu erlangen. Die meisten Menschen scheint das allerdings überhaupt nicht zu interessieren. Sie suchen ihr Glück lieber in materiellen Dingen, finden dabei aber nicht die Zufriedenheit, nach der sie sich so sehnen.
Und noch etwas, niemand sollte sich von einem anderen Menschen abhängig machen, egal wie er sich nennt, Prediger, Heiler, Magier, Yogi, Guru oder sonstwie. Man kann von diesen Menschen eine Menge lernen. Sie können Lehrer, Seelsorger, Therapeut und Lebensberater sein. Aber man sollte sich niemals von ihnen abhängig machen, man sollte immer man selbst sein. Nur wer es lernt, seinen eigenen Kopf zu gebrauchen, wird Fortschritte erzielen. Vielleicht gelingt es einem sogar eines Tages die Seligkeit zu finden, die man schon so lange vermisst, nach der man sich schon so lange gesehnt hat.
Was aber dich und diese ganze Erfahrung betrifft, mit mir um die Welt zu reisen und überall auf dieselben Politiker zu stoßen und festzustellen, dass sich alle Nationen und Regierungen und Polizisten gleich verhalten … Offenbar leben wir in einem Alptraum. Nur wer es schwer hat, kann sagen: „Dies ist ein Alptraum!“ Aber wenn jemand einen Alptraum hat und brüllt und schreit, nimmt man ihm das nicht übel; man kann es nachempfinden, man will ihm helfen.

Es war eine gute Erfahrung. Später, wenn du sie noch einmal Revue passieren lässt, wirst du sehen, dass sie dir eine Reife beschert hat, die dich sonst ganze Leben gekostet hätte.

Und wenn du schon einmal in einer psychotherapeutischen Klinik oder bei einem Psychologen oder Psychiater warst und nichts hat dir geholfen, dann laß dich einmal von einer zärtlichen Tantramassage verwöhnen. Laß dir die Liebe und Zärtlichkeiten schenken, die du bei den Ärzten und Therapeuten vergeblich gesucht hast, laß dich in den Arm nehmen, streicheln und liebkosen und du wirst merken, daß du dich genau danach gesehnt hast. Eine zärtliche liebevolle Tantramassage ist besser als tausend Therapiestunden, weil sie deinen Körper und deine Seele berührt.

Telefon: 0151 2257 2776 - oder SMS

Meditation ist der Weg zu dir selbst, zu Gott
Ich liebe meinen Mann, aber ich hasse Sex
Durch Ausschweifung wird Sex zur Gewohnheit
Das eigene Ego zu verbrennen ist das wahre Opfer
Mit den Augen des Künstlers - nur Seligkeit ist wahres Leben

Meditation ist der Weg zu dir selbst, zu Gott

Wenn du selber mit Gott nichts anfangen kannst, weil du nicht religiös bist, dann stell dir einfach vor Meditation ist der Weg zu dir selber, zu deiner Glückseligkeit, nach der du dich schon so lange sehnst. Manche nennen diese Glückseligkeit Gott. Beide haben recht, sowohl die Gläubigen wie auch die Ungläubigen. Nicht die Bezeichnung ist wichtig, sondern die persönliche Erfahrung.

Wichtiger noch als Hingabe und Vernunft ist die Meditation. Wer richtig meditiert, konzentriert sich auf sich selbst, auf die Atmung, auf das Dritte Auge (Punkt auf der Stirn), auf die Körperschwere (Autogenes Training) oder auf Gott. Das ist nach innen gerichtete Meditation, die höchste Form menschlicher Spiritualität und der ausgewogenste Weg, der zu Gott führt. Wenn ihr immer nur den täglichen Dingen des Lebens nachgeht, dann macht ihr alles immer nur mechanisch und ihr verliert euer Glück, eure Zufriedenheit, eure Seligkeit. Ihr verliert Gott aus den Augen, weil eure Sorgen, eure Pflichten euch ganz und gar in Anspruch nehmen.

Wenn ihr versucht, Gott mit eurem Verstand zu finden, dann werdet ihr euch bald in ein endloses Labyrinth verlieren. Bemüht ihr euch ausschließlich Gott durch eure Hingabe zu finden, indem ihr anderen Menschen, den Armen und Bedürftigen eure Liebe schenkt, dann bleibt ihr vielleicht auf der emotionalen Ebene stehen. Die Meditation verbindet alle diese Wege miteinander und führt euch zum Ziel.

Vielleicht denkt ihr, daß Meditation langweilig sein müßte. Keineswegs. Nichts kann so berauschend sein wie Meditation, das Gefühl der Verbundenheit mit Gott. Wenn man ihn, den gereiften Wein der Seele trinkt, dann will das Herz vor Glück zerspringen. Jeder Mensch besitzt diese göttliche Freude, diese göttliche Energie, in sich. Die nach innen gerichtete Meditation vermittelt den Zugang zu dieser göttlichen Energie, zu Gott und seinen Geheimnissen. Ihr meint, ihr hättet keine Zeit für Gott. Befreit euren Geist von der Fata Morgana der Sinne und den alten Gewohnheiten. Nehmt euch Zeit für Gott.

Ich zeige euch den Weg zu einem Land, dessen Schönheit alles übertrifft, was es auf Erden gibt. Ich erzähle euch von einem Glück, an dem ihr euch Tag und Nacht berauschen könnt. Dann werden euch keine sinnlichen Freuden mehr in Versuchung führen. (1) Bringt euren Körper und Geist unter eure Herrschaft. Haltet eure Sinne im Zaum. Meditiert täglich und bemüht euch, Gott (euch selbst) zu finden.
(1) Ganz so leicht wird es nicht immer sein. Jeder weiß um die Versuchungen, denen er nicht widerstehen kann. Und ewig lockt das Weib, die Erotik, die Tafel Schokolade, das Gläschen Wein oder manch andere süße Versuchung. Solange sie in Maßen genossen werden können sie nicht viel Schaden anrichten. Aber ihr wißt, wie schwer man sich mitunter dieser Versuchung entziehen kann. Oft bestimmen sie für Jahrzehnte unser Leben und mitunter haben wir das Gefühl, wir sind ihnen hilflos ausgeliefert. Allzu leicht und allzu gern lassen wir uns von ihnen verführen.
Mit meinen fünf Sinnen kann ich mit der Welt in Verbindung treten. Wenn ich aber mit Gott reden möchte, schalte ich meine Sinne ab und lebe in einer unaussprechlichen Freude Gottes. Ihr dürft euch nicht länger von euren Sinnen täuschen lassen. Sucht das Glück, die Zufriedenheit nicht weiter in der äußeren Welt. Durch Meditation kann jeder zu Gott finden. Dann beginnt er als Weisheit in eurem Geist und als Freude in eurem Herzen zu erwachen.

Früher suchte ich auch auf Erden nach der Wahrheit und Glück. Doch alles, was mir Freude versprach, brachte mir Unglück. Versucht eure eigene Göttlichkeit entdecken und aus eigener Kraft das Reich Gottes zu erobern. Sie sind der Schlüssel für Glück, Zufriedenheit und den inneren Frieden.

Liebe ist die wahre Macht - oder nicht?
Ich liebe meinen Mann, aber ich hasse Sex
Durch Ausschweifung wird Sex zur Gewohnheit
Das eigene Ego zu verbrennen ist das wahre Opfer
Mit den Augen des Künstlers - nur Seligkeit ist wahres Leben