Dein Körper ist ein Geschenk Gottes

Das erste, was Tantra lehrt, ist, sei liebevoll zu deinem Körper, mache dir deinen Körper zu deinem Freund. Achte und respektiere deinen Körper, sorge gut für deinen Körper. Er ist ein Geschenk Gottes. Behandle ihn gut und er wird dir große Geheimnisse offenbaren. Dein Wachstum hängt davon ab, was für eine Beziehung du zu deinem Körper hast.

Das zweite, worüber Tantra spricht, sind die Sinne. Und wieder sind die Religionen gegen die Sinne. (1) Sie versuchen, die Sinne und die Sensitivität abzustumpfen. Aber die Sinne sind die Tore der Wahrnehmung, die Sinne sind die Fenster zur Wirklichkeit. Was ist dein Auge? Was sind deine Ohren? Was ist deine Nase? Fenster zur Realität, Fenster zu Gott. Wenn du richtig sehen kannst, kannst du Gott überall sehen. Also dürfen die Augen nicht zu sein, sie müssen richtig aufgemacht werden. Auch die Ohren dürfen nicht geschlossen sein, denn alle Töne sind göttlich.
(1) Warum sollten Religionen gegen die Sinne sein? Ich kann das nicht erkennen. Ich glaube, das Problem liegt woanders. Wir werden in eine Familie hineingeboren, wobei der eine mehr Glück hat, als der andere, weil er in eine Familie hineingeboren wird, die ihm mehr Freiheit, mehr Geborgenheit, mehr Entfaltungsmöglichkeiten, mehr Bildung, mehr ethische Vorbilder, vielleicht auch spirituelle Einsichten schenkt, die toleranter, liebevoller und liberaler ist, in der er sich freier entfalten kann und in der er weniger physische und psychische Gewalt erlebt. Wenn man in solch einer Familie aufwächst, dann fällt es leichter seine Sinne zu schulen.

Es hat auch wenig Sinn von einer idealen Gesellschaft zu träumen, in der die Entwicklung eines Kindes nicht durch negative äußere Faktoren beeinflusst wird. Solch eine Gesellschaft gibt es nicht. Wir müssen uns mit den Realitäten anfreunden und versuchen, das Beste daraus zu machen. Es hat wenig Sinn irgendjemand eine Schuld zuzuweisen. Das hilft uns nicht weiter, uns von unseren Leiden zu befreien. Und nebenbei gesagt leben wir heute in einer Zeit, die gar nicht so schlecht ist. Noch nie gab es so wenig Armut. Noch nie waren die Menschen so gebildet. Noch nie lebten die Menschen so gesund und noch nie hatten die Menschen so ein langes Leben wie heute.

Und wenn wir schon nach einem Schuldigen suchen, dann sollten wir bei uns selber beginnen. Wer ist denn für die Fehler verantwortlich, die wir machen? Das sind wir doch in erster Linie selber. Wir entscheiden, ob wir in Maßen essen oder ob wir maßlos sind. Wir entscheiden darüber, ob wir in Maßen Alkohol trinken oder rauchen, ob wir Drogen und Tabletten nehmen, ob wir unser Leben vernünftig oder unvernünftig gestalten und wir entscheiden darüber, wie wir es mit unserer Sexualität halten. Niemand redet uns dort rein und verleitet uns zur Unvernunft. Wir ganz allein sind für unser Leben verantwortlich. Und wenn wir leiden, dann liegt es in erster Linie daran, daß wir wider besseren Wissens handeln.
Die Vögel singen Mantras. Die Bäume lehren uns das Schweigen. Alle Töne sind Gottes Töne, auch das Schweigen ist göttlich. Wenn du also keine Sensibilität, keine Sensitivität in dir hast, wie willst du Gott dann erkennen? Und man schickt euch in die Kirche, in einen Tempel, um ihn dort zu finden, dabei ist er doch überall. (2)
(2) Wenn Gott überall ist, dann ist er doch auch in der Kirche. Warum sollten wir deshalb nicht in eine Kirche oder in einen Tempel gehen, um ihm nah' zu sein, um mit ihm zu reden oder mit ihm zu schweigen? Ich gehe gerne ab und zu in die Kirche. Manchmal mit einer kleinen Bitte, manchmal mit einem Dank, manchmal einfach nur so und machmal, weil ich das Gefühl habe, ihm dort nahe zu sein. In der Kirche kann man den Alltag einfach einmal für einen Moment draußen lassen und sich ganz auf Gott konzentrieren. Außerdem mag ich, obwohl ich ein religiöser Agnostiker bin, die vielen Kerzen, die dort immer brennen.
Tantra lehrt also, daß die Sinne die Tore der Wahrnehmung sind. Wir haben unsere Sinne aber abgestumpft. Diese Dummheit müßt ihr aufgeben, eure Sinne müssen gereinigt werden. Eure Sinne sind wie ein Spiegel, der matt geworden ist, weil sich so viel Staub auf ihm angesammelt hat. Der Staub muss weggewischt werden. Tantra sagt: Koste Gott in jedem Geschmack. Tantra sagt: gehe total in deine Berührung ein, denn was immer du berührst ist göttlich. Berühre, rieche, schmecke, schaue und höre so total wie möglich. Ihr werdet diese Sprache erst wieder lernen müssen, denn ihr habt sie vergessen.

Jedes Kind wird mit wunderbaren Sinnen geboren. Beobachtet einmal ein Kind. Wenn es mit seinen Spielsachen spielt, geht es völlig darin auf. Wenn es schaut, wird es ganz Auge. Wenn es hört, wird es ganz Ohr. Wenn es isst, ist es mit allen Sinnen dabei. Und mit welchem Genuß! Mit was für einer Energie! Mit welcher Lust! Seht euch ein Kind an, wenn es im Garten hinter einem Schmetterling hinterherläuft. Es geht ganz darin auf, selbst Gott könnte es nicht ablenken. So ein totaler, meditativer Zustand. Seht euch ein Kind an, das Muscheln am Strand sucht, als ob es Diamanten wären.. Alles ist kostbar, wenn die Sinne lebendig sind.

Später im Leben wird dasselbe Kind die Wirklichkeit so wahrnehmen, als wäre sie hinter einer abgedunkelten Scheibe verborgen. Du betrachtest einen Baum und der Baum sieht glanzlos aus. Du hörst ein Lied und es spricht dich nicht an. Als Kind hast du zu demselben Lied voller Freude getanzt. Selbst wenn du ein Lied von Saraha (indischer Tantrameister) hörst, gefällt es dir nicht, weil deine Intelligenz abgestumpft ist. Versuche deine vergessene Sprache zurückzugewinnen.

Wenn du ißt, iß nicht einfach nur schnell und hastig, sondern versuche die vergessene Sprache des Schmeckens wieder zu erlernen. Berühre das Brot, fühle seine Struktur. Fühle es mit offenen Augen, fühle es mit geschlossenen Augen. Wenn du kaust, kaue wirklich, denn du kaust Gott. Vergiß das nicht. Es wäre respektlos nicht richtig zu kauen, nicht richtig zu schmecken. Laß es ein Gebet sein und ein neues Bewußtsein wird in dir aufsteigen. Du wirst in die Geheimnisse des Tantra eingeweiht werden.

Haben Hinduismus und Christentum dieselben Wurzeln?
Mache deinen Körper zum Freund
Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt
Die Sexenergie muß freigesetzt werden
Die Zauberkraft wahrer Liebe

Haben Hinduismus und Christentum dieselben Wurzeln?

Die Ideale Christi sind dieselben, die auch in den heiligen Schriften Indiens enthalten sind. Seine Gebote gleichen der höchsten vedischen (1) Lehre, die lange vor Christi Geburt bestand. Das nimmt Christus nichts von seiner Größe, es beweist nur, daß die Wahrheit ewig ist. Im 1. Buch Mose finden wir eine Parallele zur älteren hinduistischen Entstehungsgeschichte der Welt. Die 10 Gebote Moses, viele der biblischen Legenden, Gestalten und Riten, das Wesentliche der christlichen Lehre, sie alle sind bereits in der älteren vedischen Literatur Indiens zu finden. Die Lehre Christi im Neuen Testament und die Lehre Krishnas in der Bhagavad Gita (Hinduismus) sind identisch. (2)
(1) Veda („Wissen“) ist eine zunächst mündlich überlieferte, später schriftlich fixierte Sammlung religiöser Texte im Hinduismus. Viele hinduistische Strömungen orientieren sich an den Veden. Den Kern des Veda bilden die Texte der Shruti, das sind von Rishis (Weisen) „gehörte“ zeitlos geltende göttliche Offenbarungen.

(2) Die Bhagavad Gita (Sanskrit, für „der Gesang des Erhabenen“), verkürzt auch nur Gita, ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus. Sie hat die Form eines spirituellen Gedichts. Der vermutlich zwischen dem fünften und dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert entstandene Text ist eine Zusammenführung mehrerer verschiedener Denkschulen des damaligen Indien auf Grundlage der Veden, der Upanishaden (Sammlung philosophischer Schriften), des orthodoxen Brahmanismus (hinduistischen Priestertums), des Yoga und andere mehr, steht aber den Upanishaden gedanklich am nächsten.
Die Ähnlichkeit zwischen der Lehre Christi un der Lehre des Yoga-Vedanta bestätigt die bekanntlich in Indien existierenden Aufzeichnungen, denen zufolge Jesus fünfzehn von den achtzehn Jahren seines Lebens, über die im Neuen Testament nichts berichtet wird, in Indien lebte und dort seine Schulung empfing, und zwar von seinem 12. bis zum 30. Lebensjahr. (3)
(3) Ob Jesus wirklich in Indien lebte, kann ich nicht sagen. Ich halte es aber für sehr wahrscheinlich, daß Jesus durch die indische Philosophie beeinflusst wurde. Ich habe sogar den Eindruck, daß das Christentum in manchen Punkten eher des Hinduismus gleicht, als dem Judentum. Zum Beispiel spielt die Keuschheit, die Jesus allen Menschen empfahl (4), im Judentum kaum eine Rolle, im Hinduismus dagegen eine sehr große. Durch den Handelsaustausch zwischen Indien und dem Nahen Osten kam selbstverständlich auch das Wissen der Veden in den Nahen Osten. Es ist also durchaus möglich, daß Jesus von den Veden beeinflusst wurde, obwohl es im frühen Judentum auch vereinzelte Eremiten gab, die das Zölibat praktizierten.

(4) Hier nun einige Bibelverse, die direkt oder indirekt zur Keuschheit aufrufen und zwar nicht nur für Priester und Mönche, sondern Jesus ruft im Prinzip alle Menschen auf keusch zu leben. Paulus schreibt in 1 Kor 7, 1-7: „Es ist gut für den Mann, keine Frau zu berühren.“ Aber er weiß natürlich auch um die Schwäche der Menschen und fügt hinzu: „Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin, aber jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so.“ Das merkwürdige ist allerdings, daß kaum ein Christ von den Bibelstellen des Neuen Testament Kenntnis hat, die allen Christen, die keine Kinder zeugen wollen, zur Keuschheit aufrufen.

Matthäus 19,12 * Gal. 5, 13-26 * Epheser 5,1-14 * 1 Kor 6, 12-20 * Kolosser 3, 5 * 1 Thessalonicher 4,3-8 * Römer 14,4-5 * 1.Korinther 7,1 * 1.Korinther 7,7-9 * 1.Korinther 7,25-38 * 1 Korinther 7,29 * Kolosser 3,1-2 * Lukas 14,20 * Offenbarungen des Johannes 14,3-5 * 1 Johannes 2,15-17 * Römer 13,13–14 * Römer 13,13-14 * Lukas 14, 25-33 * Lk 18,28-30 * Hebräer 13,4 * 1. Timotheus 5,6 * Römer 13, 11-14 * 1. Joh 2,15-17 * Gal 6,8 * 1. Korinther 9,11 * 2 Petrus 2,9-19 * Jakobus 1,13-15
Jesus reiste nach Indien, um den Besuch der drei Weisen aus dem Morgenland zu erwidern, die kurz nach seiner Geburt gekommen waren, um ihn anzubeten. (5) Sie wurden durch das göttliche Licht zum Christuskind geführt, nicht durch ein irdisches Licht, sondern durch den Stern des allgegenwärtigen geistigen Auges.
(5) „Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise vom Morgenland (6) nach Jerusalem und sprachen: „Wo ist der neu geborene König der Juden. Wir haben einen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.“ (Matthäus 2, 1-2)

(6) Mit Morgenland (oder Orient) werden jene Erdteile bezeichnet, die von Europa betrachtet im (Süd-)Osten und damit in Richtung der aufgehenden Sonne liegen. Gemeint ist speziell der Nahe Osten, obwohl ältere Definitionen auch den Fernen Osten einschließen. Der Gegensatz ist das Abendland.
Das geistige Auge wird in den heiligen Schriften Indiens erwähnt und auch Jesus erwähnte es: „Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfältig (7), so wird dein ganzer Leib licht sein.“ (8)
(7) Mit „einfältig“ ist „einpunktig“ gemeint. Hiermit ist gemeint, daß die Konzentration sich wie bei der indischen Meditation und auch beim christlichen Gebet nicht mehr umherschweift, mal hier und mal dort ist, sondern daß sie sich auf einen Punkt konzentriert. Dies kann die Atmung sein, der Herzschlag, das „Dritte Auge“, ein Mantra, die Konzentration auf eine Kerze, auf ein Heiligenbild, auf einen Heiligen selber, auf einen der Götter oder wie beim Gebet auf Jesus, Shiva, Krishna, Brahma oder Gott.

(8) Matthäus 6,22: Leider lautet die revidierte Bibelfassung jetzt: „Wenn dein Auge lauter ist“, anstatt wie früher „Wenn dein Auge einfältig ist“. Dadurch wird der ursprüngliche Sinn verfälscht. Es ist vom einfältigen geistigen Auge die Rede, nicht von den beiden physischen Augen. (9)

(9) Jedem, der es versteht sich in tiefe Meditation (und in ein tiefes Gebet) zu versetzen, ist das sogenannte einfältige oder „Dritte Auge“ bestens bekannt. Man spürt es als ein angenehmes Kitzeln zwischen den beiden Augenbrauen. Meditierende, die die Meditation perfekt beherrschen spüren dieses Kitzeln (Prickeln) auf der Stirn immer. Dieses Kitzeln des Stirnchakras ist wahrscheinlich auf die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) zurückzuführen, die die Hormone Vasopressin und Pituitrin ausschüttet.

Das Stirnchakra steht für Kommunikation mit der Seele, Intuition, Kreativität, Inspiration, Visionen, Phantasie und übersinnliche Wahrnehmungen. Während der unbewusste Geist hin und her wandert, verankert sich der erwachte Geist in der transzendenten Präsenz des Stirnchakras. Sind alle Chakren geöffnet, dann vollendet sich die Entwicklung und der Mensch öffnet sich endgültig dem göttlichen Bewusstsein und den höheren Dimensionen. Durch das Stirnchakra empfangen wir die Führung der Seele durch die Intuition, es wird deshalb auch als „Tor zur Seele“ bezeichnet... weiterlesen
Mache deinen Körper zum Freund
Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt
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Die Zauberkraft wahrer Liebe
Dein Körper ist dein Tempel