Mann und Frau hatten ursprünglich dieselbe Macht wie Gott und konnten (im Paradies) allein durch geistige Kraft Kinder zeugen. Adam und Eve waren dazu von Gott befähigt worden, sich auf unbefleckte, das heißt göttliche Weise fortzupflanzen. Dann führte die Kraft des Bösen (Satan, symbolisiert durch die Schlange) Eva in Versuchung von der „verbotenen Frucht“ (vom Baum der Erkenntnis), dem Geschlechtsgenuß, mitten im Garten (Körper) zu essen. (Bibel: 1 Moses 3,3)
Gott hatte Adam und Eva gestattet, sich aller Sinneswahrnehmungen am „Baum des Lebens“ (1) zu erfreuen, mit Ausnahme der sexuellen Befriedigung mitten im Garten (Körper). Gott hatte ihnen gestattet, sich aller Sinneswahrnehmungen am „Baum des Lebens“ (den Energiezentren (Chakren) in der Wirbelsäule) zu erfreuen, mit Ausnahme der Sexualität inmitten (in der Mitte) des körperlichen Gartens.
(1) Der Baum des Lebens im Alten Testament: Nach dem 1. Buch Mose des Alten Testaments ließ Gott den „Baum des Lebens“ und den „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ in der Mitte des Gartens in Eden wachsen. Er verbot den Menschen aber, von den Früchten des „Baums der Erkenntnis“ zu essen, da dies den Verlust des ewigen Lebens zur Folge hätte.Die Schlange, die Eva in Versuchung führte, ist die zusammengerollte Kundalini-Energie am unteren Ende der Wirbelsäule (am Steissbein), die die Sexualität anregt. Wenn das Gefühl, das Evabewusstsein im Menschen vom Geschlechtstrieb überwältigt wird, dann unterliegt auch Adam, das heißt, die Vernunft.
Eva antwortete der Schlange, die sie überreden wollte, vom „Baums der Erkenntnis“ zu essen, dass man vom Baum „in der Mitte des Gartens“ nicht essen dürfe. Als Adam und Eva sich aber doch von der Schlange verführen ließen, das göttliche Gebot zu übertreten und von den verbotenen Früchten gegessen hatten, vertrieb Gott den Menschen „aus dem Garten von Eden“ (aus dem Paradies).
Der Geschlechtstrieb ist das trügerische Gegenstück zur Glückseligkeit Gottes. Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt, dann wird sie zum Werkzeug des Teufels und hält das Bewusstsein des Menschen an die Sinne gebunden. Dadurch wird der Mensch gewissermaßen aus dem Paradies vertrieben, er verliert die Seligkeit, das göttliche Gefühl der Ekstase, die ihm die sublimierte (bewahrte) sexuelle Energie schenken würde. Es ist ihm nicht mehr möglich, daß göttliche Bewusstsein zu erleben, die ewig bestehende, ewig bewußte, ewig neue Freude.
Der Geschlechtstrieb, das Verlangen nach Wein, Geld, Naschereien, sie alle sind von Satan erschaffene Täuschungen, welche die Seele hindern sollen in tiefe Ekstase einzugehen. Als Adam und Eva sich dem Geschlechtsgenuß hingaben, wurden sie aus dem Paradies vertrieben (2). Das heißt, sie verloren jenes göttliche Bewusstsein, jene seelische Entzückung, in der sie sich eins mit Gott fühlen konnten.
(2) Der Geschlechtsgenuß steht hierbei symbolisch für alle Genüße, die dem Menschen schaden zufügen, vor allem dann, wenn man sie übermäßig genießt. Mir scheint, die Männer sind eher von der Sucht nach Sexualität, Alkohol oder Drogen betroffen. Frauen neigen dagegen vielleicht eher dazu, sich an süßen Naschereien zu erfreuen, denn die Sexualität scheint bei den Frauen im Allgemeinen nicht so stark ausgeprägt zu sein.Seit jener Zeit, müssen sich die Menschen, genau so wie die Tiere, auf geschlechtliche Art fortpflanzen, müssen die Frauen ihre Kinder mühsam und schmerzvoll gebären. Auch müssen Mann und Frau das akzeptieren, was ihnen gegeben wird. Ursprünglich waren sie wie Gott fähig kraft ihres Geistes alles zu erschaffen, was sie sich wünschten. O, selige Zeit der ersten Unschuld!
Das sollte uns aber nicht davon abhalten, diese Unschuld zurückzugewinnen, den Weg in den Garten Eden erneut zu beschreiten, denn das Paradies ist in uns. Meditation und ein spirituelles Leben sind der Weg, der uns wieder dorthin führt. Der Weg vom Himmel zur Hölle ist uns bekannt. Es liegt an uns selbst den umgekehrten Weg zu beschreiten.
Ich habe ein wenig im Internet recherchiert, um eine bessere Erklärung zu finden. Dabei habe ich folgende Erklärung gefunden:
Der Baum des Lebens im Alten Testament Nach Gen 2,9 EU des Alten Testaments ließ Gott den „Baum des Lebens” und den „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse” in der Mitte des Gartens in Eden wachsen. Er verbot den Menschen aber, von den Früchten des Baums der Erkenntnis zu essen, da dies den Verlust des Lebens (2,17 EU) bzw. ewigen Lebens (3,22 EU) zur Folge hätte.Ich würde den Text wie folgt interpretieren. Der „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse” ist unmittelbar mit der Sexualität verbunden. Wenn man sich nicht in der Sexualität verliert, wenn man die Sexualität nicht permanent zur eigenen sexuellen Befriedigung mißbraucht, dann bleibt man gewissermaßen im Paradies, denn dann kann die sexuelle Energie in Lebensfreude, Seligkeit verwandelt werden. Vergeudet man dagegen pausenlos seine sexuellen Energien, so verliert der Körper die Möglichkeit körpereigene Drogen zu produzieren, die ein exstatisches Wohlbefinden ermöglichen. Man wird gewissermaßen aus dem Paradies vertrieben.
In Gen 3,3 EU stellt es Eva gegenüber der Schlange so dar, dass man vom Baum „in der Mitte des Gartens“ nicht essen dürfe.
Als Adam und Eva – von der Schlange verführt – das göttliche Gebot übertreten und von den verbotenen Früchten [des „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse”] gegessen hatten, vertrieb Gott den Menschen „aus dem Garten von Eden“ (3,23 EU), dass er „jetzt nicht die Hand ausstreckt, auch vom Baum des Lebens nimmt und ewig lebt“ (3,22 EU). Dies hätte ein ewiges Leben bedeutet. Als Wächter stellte Gott „die Kerubim [Engel von hohem Rang] auf und das lodernde Flammenschwert, damit sie den Weg zum „Baum des Lebens” bewachten“ (3,24 EU). Der Genuss auch noch der Früchte des „Baums des Lebens” war somit für Adam und Eva unmöglich.
Dem zweiten Baum, dem „Baum des Lebens”, würde ich keine allzu große Bedeutung beimessen, denn mit dem Versprechen des ewigen Lebens kann ich nicht viel anfangen. Ist es nicht ein Vertrösten auf eine bessere Zeit, die einst kommen soll? Wenn ich aber glücklich sein möchte, dann hier und heute und nicht in ferner Zukunft. Ich glaube aber, daß das meiste Leid der Menschen dadurch erzeugt wird, weil sie Sklave ihrer Sexsucht sind und sich mit jeder neuen sexuellen Befriedigung sich jener Energien berauben, die sie sinnbildlich und physiologisch ins Paradies befördern könnten, denn die Sexualität ist nicht dazu da, sich endlos sexuell zu befriedigen, sondern allein um Kinder zu zeugen. Aber welcher Sexsüchtige sieht das schon ein? In seiner Sexsucht kann er gar nicht anders als schwanzgesteuert seiner sexuellen Sucht zu frönen.
Es gibt allerdings auch eine vollkommen unsexuelle Erklärung: Der Fall des Menschen (1. Moses 3,22 EU)
Wie würdet ihr den Text interpretieren?
Mache dich nicht zum Sklaven deiner Sinne
Wenn Liebe tiefer geht, wird sie zum Gebet
Freiheit ist der einzige Weg zu Gott
Der Körper hat seine eigene Weisheit
Auf das Bewusstsein kommt es an

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