Zwei Wege führen zur Erleuchtung

Es gibt grundsätzlich zwei Wege, die zur Erkenntnis, zur Erleuchtung (zu Gott) führen. Der äußere Weg, der Weg der Hingabe und der innere, der meditative (transzendente) Weg. Der äußere Weg besteht darin, richtig zu Handeln, seinen Nächsten zu lieben und ihm zu dienen. (1)
(1) So recht gefällt mir diese gutmenschliche Art nicht. Es ist selbstverständlich Menschen zu helfen, die unserer Hilfe bedürfen. Andererseits gibt es Menschen mit einem Helfersyndrom, die meinen Gott und der Welt helfen zu müssen. Und es gibt Menschen, die das schamlos ausnutzen. Ein Sprichwort sagt: Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner!
Mir scheint, manche Menschen mit dem Helfersyndrom wollen vielleicht nur etwas gut machen, was man vielleicht nicht wieder gut machen kann. Vielleicht haben sie ihre eigenen Kinder abgetrieben und meinen nun ihr schlechtes Gewissen dadurch beruhigen zu können, indem sie den edlen Samariter spielen. Andere wiederum haben andere Dinge begangen, die sie nun dazu treiben, etwas gutmachen zu wollen. Ich habe auch ein wenig das Gefühl, daß die Hinwendung nach außen ein wenig von der Hinwendung nach innen ablenken soll.

Ich habe mir das gerade eben noch einmal durchgelesen. Geschrieben hatte ich es bereits vor längerer Zeit und ich bin mir gar nicht sicher, ob ich da mit meiner Ansicht richtig liege. Ich glaube auch, der Text wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus. Er wollte nämlich einerseits den Weg des Raja-Yoga aufzeigen, bei dem die Meditation ein wichtiges Element ist. Ein anderes wichtiges Element beim Raja-Yoga ist die sexuelle Enthaltsamkeit.

Der zweite Teil, der als äußerer Weg beschrieben wird, handelt vom Bhakti-Yoga. Beim Bhakti-Yoga geht der Yogi eine liebende Beziehung mit Gott ein. Und er verschenkt seine Liebe an seine Mitmenschen. Man kann Mönche und Nonnen, die einer charitativen Arbeit nachgehen, gewissermaßen als Bhakti-Yogis bezeichnen. Ihre Liebe gilt den kranken und hilfebedürftigen Menschen. Ziel des Bhakti-Yoga ist ebenso wie beim Raja-Yoga, mit Gott zu verschmelzen. Auch der Bhakti-Yogi sollte übrigens in Keuschheit leben.

Leider wird in diesem Text nicht näher auf den Bhakti-Yoga eingegangen. Aber wenn man den Link anklickt, gelangt man auf aine Seite von yoga-vidya.de, die sehr viele Informationen über Bhakti-Yoga enthält. Es gibt übrigens noch weitere Yoga-Wege, die man beschreiten kann. Man sagt, sie alle führen zu Gott. Man könnte auch sagen, sie führen zur Seligkeit der Erleuchtung, was im Prinzip dasselbe ist.

Dabei sollte man sich Gott nicht unbedingt als alten grauhaarigen Mann vorstellen, wenn jemand nicht religiös ist, sondern als einen Zustand ekstatischer Seligkeit, der einen in einen permanenten Freudentaumel, in eine permanentes Glücksgefühl versetzt. Die anderen Yogawege sind: Jnana Yoga - Karma Yoga - Kundalini Yoga - Hatha Yoga Und ganz viele Yogaarten findet ihr auf dieser Seite: Yoga-Arten. Schaut einmal vorbei. Es lohnt sich.  
Der meditative, transzendente Weg [der Raja-Yoga] erfordert eine tiefe nach innen gerichtete Meditation. Wer den meditativen Weg beschreitet stößt sehr schnell auf seine körperlichen Beschwerden. Er bemerkt seine Verspannungen, er bemerkt, daß er nicht in der Lage ist tief und entspannt zu atmen. Er bemerkt, wie schwer es ist, die Gedanken abzuschalten und Ruhe einkehren zu lassen, wie schwer es ist, sich auf die Atmung, auf das „Dritte Auge“ (Stirnchakra) oder auf die Körperschwere zu konzentrieren.

Mit der Zeit aber lernt man es, sich zu entspannen, immer tiefer zu meditieren. Mit geschlossenen Augen taucht man in eine bisher unbekannte Welt ein. Es geht darum, ein unbekanntes Land zu erforschen. Von der Angst in die Angstfreiheit, von der Verspannung in die Entspannung, von der Dunkelheit ins Licht vorzustoßen. In der Bibel heißt es (Johannes 1,5). „Und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat's nicht begriffen.“ Unermessliche Lichtmassen und göttliche Energien warten darauf uns mit Liebe, Freude, mit tiefer inneren Zufriedenheit und Seligkeit zu erfüllen. Aber wir wenden uns ab und suchen das Glück im Äußeren.

Samadhi, Erleuchtung, der ekstatische Zustand des Einsseins mit Gott, ist ein freudiges Erlebnis. Dies ist das Ziel der Meditation, das Eintauchen in ein strahlendes Licht, in eine unendliche Sphäre der Freude und Glückseligkeit. Verbannt eure Unwissenheit, die euch einflüstern will, daß euer jetziges Leben, euer Leid, eure Traurigkeit und Unzufriedenheit alles sei. Bemüht euch um das wunderbare Erlebnis des Samdhi [der Erleuchtung]. Sphären strahlenden Lichts und himmlischer ewiger Glückseligkeit werden sich euch auftun.

Dann erkennt ihr, daß der Geist, der den unendlichen weiten Raum erfüllt, sich als Freude in euch offenbart. Ihr fühlt euch als Teil dieser unendlichen Natur, fühlt euch mit allem verbunden, mit den Sternen, den kosmischen Wellen, mit allem Leben, mit dem Lachen in allen Herzen, mit dem Duft und dem Lächeln auf dem Antlitz der Blumen, mit allen Menschen. Ihr spürt die Weisheit und die Kraft, die die ganze Schöpfung durchdringt, die uns wachsen, blühen und gedeihen läßt und das Universum aufrecht erhält

Bemüht euch um diese Erkenntnis. Wenn ihr weiter schlaft, werdet ihr nicht zu dieser Erkenntnis gelangen. Erst wenn ihr euch bemüht, werdet ihr wissen, daß diese Wahrheit ewig in eurer Seele pulsiert. Meditiert! Nehmt euch diese befreiende Lehre zu Herzen. Erkennt, daß eure Befreiung von Sorgen, Angst und Leid in eurem eigenen Innern liegt. Befreit euch davon für immer und ewig.

Wenn sexuelle Lust an die Stelle der Liebe tritt
Mache dich nicht zum Sklaven deiner Sinne
Wenn Liebe tiefer geht, wird sie zum Gebet
Freiheit ist der einzige Weg zu Gott
Der Körper hat seine eigene Weisheit

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